Piugere isch zwar e auti Sach, aber o i üsere Zyt wieder in – zum Byspiu sit dr HP Kerkeling mau gseit het, «ich bin dann mal weg» u sech ufe Jakobswäg het gmacht.
Wahlfahrtsorte gits i üsem Gebiet no hüt, Heiligchrüz zum Byspiu. Bevor ds Ämmitau vor 500 Jahr isch reformiert worde, hets hie ganz bekannti Ört gä, wo d Piuger aazoge hei. Da wär afe einisch Würzbrunne. I das Chiuchli isch me dennzumale weniger, wüus eso härzig für ds Hürate isch. Die Chiuche het aber zum Chloschter z Röthebach ghört u die isch ihrersyts e Ableger vom bekannte Chloschter Rüeggisbärg gsy.
E wytere Ort für d Piuger isch d Kapäue vom Sankt Oswaud gsy, ganz im Süde vor Gmein Trachsuwaud. U när sy natürlech no viu Lüt uf Heiligeland piugeret. Mit däm meine ig de nid dr Nah-Oschte, sondern e Ort bi Affoutere, wo äbe o so heisst. I dere Kapäue hets es Heiligebiud vor Jungfrou Maria gha. Es isch äue aube veiechli e Verchehr mit dene Piuger gsy.
Ds Wort «Piuger» chunnt übrigens vom latinische peregrinus» wo ganz eifach «frömd» meint. Aber me het die Lüt offebar no gärn ufgno u die Piuger hei genau gwüsst, wo dass dr Wäg düregeit.
Was mir bi au däm uffaut: Es git hüt fasch kener Ortsnäme meh, wo uf das Piugere zrügg gö. Dass die im Ämmitau ender dünn gsäit sy, chame irgendwie no verstah. Mit dr Reformation het d Obrigkeit us Bärn zimli rabiat düregriffe. Was wärtvou isch gsy, isch abzüglet worde u was o nume chly katholisch het usgseh, isch vernichtet worde.
Was mi aber scho erstuunt, isch, dass ig im Äntlibuech ke einzige Piuger-Ortsname ha gfunge. Derby weiss me, dass grad z Würzbrunne viu Lüt usem Luzärnische sy verby cho u me weiss o, dass sech d Lüt vo Affoutere gäge d Reformation gwehrt hei – wüu si gwüsst hei: ohni Piuger gits weniger Ynahme.
Dr einzig Ort, wo no uf die Piugerei häredütet, isch wyt hinger im Trueb: d «Pilgeregg». Die Egg ligt am Wäg vom einschtige Chloschter Trueb zur Kapäue Sankt Oswaud, wos när wyter isch gange zum Sitz vom Gründer vom Chloschter, am Freiherr Thüring vo Lützuflüeh.