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Für ihre Naturheilmittel scheute Leana Zihlmann keinen Aufwand

Leana Zihlmann bewegt sich gerne in der Natur, und sie mag Pflanzen seit ihrer Kindheit. Als in der Sekundarschule in Schüpfheim, die sie bis Sommer 2022 besuchte, eine Projektarbeit anstand, schwebte ihr vor, etwas mit Pflanzen zu machen. Während einer Schnupperlehre in einer Drogerie kam sie auf die Idee, Naturheilmittel herzustellen. Fast alle Pflanzen, erfuhr sie da, enthalten Substanzen, mit denen sich Krankheiten mildern oder gar heilen lassen. Leana Zihlmann war fasziniert von der Sache. Sie beschloss, im Rahmen der Projektarbeit eigenhändig fünf Produkte herzustellen und suchte im Internet nach Anleitungen. 


Schwierigkeiten gemeistert

Die vielen Seiten, die angezeigt wurden, verwirrten sie schnell. In diesem Meer von Anweisungen befanden sich auch zweifelhafte Informationen. «Das war die erste grosse Schwierigkeit», erklärt die Schülerin bei unserem Gespräch. «Wie finde ich seriöse Quellen?» Sie suchte sich Rat, auch in der Drogerie, in der sie wenige Wochen zuvor noch geschnuppert hat. Mit der fachmännischen Unterstützung wuchsen ihre Wünsche. Eine Tinktur, eine Kräuterteemischung, eine Salbe, einen Sirup, Öl zum Einreiben und vieles mehr wollte sie herstellen. Am Ende kam sie auf 14 Produkte, wofür sie 41 Pflanzenarten sammeln musste. 

Da jede Pflanze ihren eigenen Erntezeitpunkt hat, erstellte sie einen Sammelkalender. «Und das», sagt Leana Zihlmann, «war die zweite grosse Schwierigkeit. Ich wollte den engen Zeitplan unbedingt einhalten.» Vom Januar bis im Juni ist sie oft unterwegs gewesen und hat nebenbei an der Schularbeit geschrieben. Zum Beispiel musste sie dreimal in den Wald, nur um Bärlauch zum optimalen Zeitpunkt zu ernten. Schliesslich galt es, alle Produkte herzustellen, was sich als aufwendiger als gedacht herausstellte. «Das war die dritte grosse Schwierigkeit: Was mache ich, wenn etwas misslingt?» Zur Sicherheit habe sie von allen Produkten zwei Chargen angsetzt. Das bedeutete aber doppelte Arbeit, um die schon so hohen Ziele zu erreichen. Gleichzeitig schrieb sie für jedes Produkt ein Blatt mit allen Angaben zur Herstellung, zur Anwendung und zur Dosierung. Nicht fehlen durften die Listen mit den zusätzlichen Zutaten wie Honig, Mandelöl und  Gelierzucker. Auch eine Übersicht über die Kenntnisse und die Geschichten der Heilpflanzen in der Altsteinzeit, im Mittelalter und heute gehören zu ihrer Arbeit. Entstanden ist ein dicker Ordner. 


Mit Bestnote belohnt

Dank der Unterstützung ihrer drei Begleitpersonen gelang es ihr, die Projektarbeit samt den Produkten rechtzeitig abzuliefern. Das Projekt kam in der Schule sehr gut an, sie bekam dafür sogar die Bestnote. Im Anschluss durfte sie ihre Arbeit  beim  Wettbewerb des Rotary Clubs Entlebuch präsentieren. Die Jury war begeistert und zeichnete Leana Zihlmanns Arbeit mit dem ersten Preis aus. Seither steht für sie fest: «Ich will Drogistin werden.» Nun ist sie auf der Suche nach einem Lehrbetrieb, in dem Naturheilmittel hergestellt werden, denn sie möchte dieses Wissen pflegen und weitergeben. Zum Schluss sagt sie, dass sie sehr stolz auf die Schulnote und den Preis des Rotary Clubs Entlebuch sei, am meisten aber habe sie sich über das mündliche Lob ihres Lehrers gefreut.

22.09.2022 :: Gabriel Anwander (agl)

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