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Beim Schlagen und Abtun sind die Schwestern ganz in ihrem Element

Hornussen ist Jasmin und Cornelia Flückigers wichtigste Freizeitaktivität. Die beiden jungen Frauen aus Hasle trainieren und spielen in der HG Oschwand-Biembach.

«Was machen während der Schulferien?», das fragte sich Jasmin Flückiger vor einigen Jahren. Im Programm des Ferienpasses fand sie dann das Angebot Hornussen spannend, und so machte sie Bekanntschaft mit dem Schweizer Traditionssport. Dabei hatte sie so viel Spass, dass sie sich im folgenden Jahr gleich nochmals für dieses Angebot anmeldete. «Bei diesem zweiten Ferienpass-Hornussen hat es mir dann den Ärmel definitiv reingezogen», erzählte die heute 18-jährige angehende Landschaftsgärtnerin. In ihrem Onkel, der Mitglied ist bei der Hornussergesellschaft Oschwand-Biembach, fand sie rasch einen Verbündeten. Er unterstützt sie und ihre jüngere Schwester Cornelia, die sich hat «anstecken» lassen. Während Jasmin Flückiger nun zu den Aktiven zählt und letztes Jahr beim Eidgenössischen Hornusserfest in Walkringen bereits mit von der Partie war, ist die 16-jährige Cornelia als Schülerin noch beim Nachwuchs. Beide trainieren während der Saison einmal pro Woche im Dieterswald in Krauchthal. Für den Nachwuchs steht im Winter jeweils noch ein Kraft- und Ausdauertraining in der Turnhalle in Heimiswil auf dem Programm.

Team- und Einzelleistung zählen

Wenn Jasmin und Cornelia Flückiger den Nouss vom Bock ins Ries fliegen lassen, dann sind sie voll konzentriert und ganz in ihrem Element. Hornussen ist Freiluftsport und sowohl Einzel- als auch Mannschaftssport. Diese Vielseitigkeit schätzen die beiden jungen Frauen. Beim Abtun zählt die mannschaftliche Geschlossenheit, beim Schlagen hingegen geht es um die Leistung des Schlägers oder der Schlägerin. Die Schlagweite wird in Punkte umgerechnet, die als persönliches Resultat zählen, aber auch zum Mannschaftsresultat beitragen. «Hornussen lernt man einfach vor Ort, man versucht, in jedem Training und bei jedem Spiel die Technik zu verbessern, die mindestens so wichtig ist wie die körperlichen Voraussetzungen», erklärt die Erfahrenere der beiden Schwestern, die sich als Frau in keiner Weise benachteiligt fühlt. Sie vermag nicht zu sagen, weshalb Hornussen derzeit noch immer eine Männerdomäne ist. Das könnte sich aber langsam ändern, meint Cornelia Flückiger, denn immerhin trainieren und spielen mit ihr beim Nachwuchs noch drei weitere Mädchen. «Mir gefällt vor allem auch der kameradschaftliche Zusammenhalt, es ist wie in einer grossen Familie», betont Jasmin Flückiger.

Möglichst mit Auszeichnung 

An den Festen streben die beiden Schwestern, nebst dem guten Abschneiden der Mannschaft, stets Auszeichnungen an, sei es, je nach Anlass, eine Medaille, ein Zweig oder einen Kranz. Cornelia Flückiger freut sich jedenfalls, dass sie heuer, neben verschiedenen Anlässen, auch noch die Möglichkeit bekommt, am Eidge-nössischen Nachwuchshornusserfest in Aetingen zu starten. Eidgenössische Hornusserfeste gibts für den Nachwuchs nur alle vier Jahre. Die Aktiven hingegen treffen sich im 3-Jahres-Rhythmus zu einem «Eidgenössischen», das nächste Mal 2021 in Thörigen. 

Berufliche Ziele

Beide Schwestern haben aber auch ihre beruflichen Ziele im Fokus. Während Cornelia noch ein Jahr die Berufsvorbereitungsklasse der Heilpädagogischen Schule Burgdorf besucht, bevor sie dann eine Ausbildung im hauswirtschaftlichen Bereich antreten will, bereitet sich Jasmin im letzten Lehrjahr als Landschaftsgärtnerin bereits auf ihre Lehrabschlussprüfung vor.

08.08.2019 :: Elisabeth Pfäffli

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