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Die Anliegen der Klasse und der Schülerinnen und Schüler vertreten

«Wir kümmern uns um den Pausenverkauf, bewirtschaften den Getränkeautomaten und organisieren verschiedene Anlässe wie etwa Tischfussballturniere oder den Semesterabschluss», zählen die Achtklässler Dea Ukhagjaj und Jathunan Tharmarajah einige Aufgaben des Schüler- und Schülerinnenrates auf. Zum Rat gehören aktuell 14 Jugendliche aus sieben Klassen. Jede Klasse wählte ihre beiden Vertreter selber. Gibt es mehrere Anwärter, findet ein regelrechter Wahlkampf statt: «Ich verteilte Flyer und Werbegeschenke», verrät Jathunan. Auch Dea wollte unbedingt mitmachen, wie vorher schon ihre grosse Schwester. «Ich organisiere gerne und möchte einfach, dass es allen gut geht», fasst die Präsidentin des Rates ihre Beweggründe zusammen. Dea interessierte sich schon immer für Politik, insbesondere für die sozialen Aspekte und den Umweltschutz. Ungerechtigkeit mag sie überhaupt nicht, etwa, wenn andere über eine Drittperson lästern.

Jathunan hingegen mag Politik nicht so. Dafür trainiert der 14-Jährige zweimal pro Woche im Fussballklub. Ebenso hilft er bei den Midnight Games der Kinder- und Jugendarbeit Langnau mit, die jeden Samstag zwischen Oktober und April stattfinden. Dort hilft er jeweils beim Organisieren und übernimmt Betreuungsaufgaben.


«Einfach die Welt entdecken»

Dea spielt ebenfalls Fussball – wenn sie nicht gerade verletzungsbedingt pausieren muss. Ein weiteres Hobby von ihr ist das Malen oder mit Freunden draussen zu sein, etwa in Bern oder Luzern. «Einfach die Welt entdecken.» Dea´s Wochenenden gehören der Familie: «Am Samstag machen wir oft etwas zusammen, etwa Wandern oder Skifahren», erzählt sie. Ihre drei Geschwister sind bereits erwachsen.

Jünger sind die beiden Brüder von Jathunan, nämlich elf- und eineinhalbjährig. Er ist ebenfalls ein Familienmensch und besitzt seit wenigen Wochen den Schweizer Pass. Seine Wurzeln sind in Sri Lanka. Das perfekte Berndeutsch verrät aber, dass der Achtklässler hier geboren und aufgewachsen ist. Genau wie Dea, die ebenfalls Schweizerin ist, deren Eltern jedoch ursprünglich aus dem Kosovo stammen. 


Zukunftspläne und -träume

Wenn man die beiden nach dem Berufswunsch fragt, kommt die Antwort von Jathunan wie aus der Pistole geschossen: «Ganz klar Lehrer. Und zwar am liebsten hier an der Sekundarschule.» Er sei einer der wenigen, der lieber Schule als Freizeit habe, schmunzelt er. Dea möchte eine Lehre machen. Ein paar Mal konnte sie bereits schnuppern gehen: «Das KV hat mir ziemlich gut gefallen.» Später wäre ein Studium eine Option, damit sie sich ihren beruflichen Zukunftstraum erfüllen könnte: «Wie mein Vater möchte ich später einmal ein eigenes Geschäft führen.» 

Das Rüstzeug für ihre spätere Laufbahn können die beiden sich teilweise dank dem Schüler- und Schülerinnenrat aneignen. Wie etwa überzeugend vor anderen Menschen aufzutreten oder gar vor einem Publikum zu sprechen.

24.02.2022 :: Rebekka Schüpbach (srz)

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