Der Kampf um die Wahrheit

Zur «Auszeit» mit dem Titel «Ein heiliges Buch» von Susanne Kühni in der «Wochen-Zeitung» vom 27. Februar.

Ich habe den Eindruck, dass Frau Kühni in einem christlichen
Elternhaus aufgewachsen ist, wo sie die Bibel wörtlich nahmen, dann aber an einer liberalen Universität studierte. Sie wurde von ihrem Professor zu ihrem jetzigen Denken gelehrt. Dieser Professor wurde von seinem Professor so gelehrt. Leider wurde alles immer nur so geglaubt und nie richtig selber erforscht. Frau Kühni hat das Buch von Kurt Marti angeführt. Es gibt unter anderen auch zwei DVDs, die diese Thematik behandeln. Die eine ist «Patterns of Evidence – Exodus». Auf der Suche nach den Spuren des Exodus recherchierte der US-Filmemacher Tim Mahoney, um die Wahrheit herauszufinden. Führende Experten erläutern in Interviews den Stand der Wissenschaft. Die andere DVD trägt den Titel «Patterns of Evidence – die Mose Kontroverse». Mahoneys Recherchen führten zu der Entdeckung, dass das erste Alphabet der Welt seinen Ursprung in ägypten hat. Haben gar die Israeliten dieses Alphabet entwickelt, rechtzeitig, dass Mose damit die Bibel schreiben konnte? Dieser herausfordernde Film stellt einige der führenden Experten für ägyptologie, Althebräisch und frühe Sprachen vor schwierige Fragen. Gedreht wurde der Film in ägypten, Israel, Jordanien, Europa und den USA.Lisbeth Jordi, ,Zäziwil

Jede Woche Abfall einsammeln

Alle und alles spricht heute gern von Umweltschutz, ökologie, gezielter Entsorgung, Recycling und so weiter. Aber wie sieht das in Wirklichkeit aus, wenn es den Bürger persönlich betrifft? Aus Bequemlichkeit wird der eigene Abfall erst gar nicht gesammelt und somit der Weg zur richtigen Entsorgung gespart und Kosten vermieden, also Autofenster auf und weg damit, wo und wann spielt keine Rolle. So nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn.

Es ist doch beschämend für die heutige Wohlstandsgesellschaft, wenn man trotz aller Aufrufe und Hinweise auf 100 Metern Strassenlänge fast jede Woche eine halbe Karette voll Abfall, vor -allem Kunststoff und Aludosen, einsammeln muss, um die Wiesen sauber zu halten und die Weidetiere vor inneren Verletzungen zu schützen.

Ich frage mich ernsthaft, was sind das für Mitbürger, bei denen die Begriffe Umweltschutz, Entsorgung, Tierschutz und Wiederverwertung der Grundstoffe noch nicht im Kopf angekommen sind?




Hans Rudolf Wälti, Lauperswil

Verbotene Pestizide ins Ausland verkauft

Als Ernährungsberaterin, die sich für bessere Gesundheit und einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln einsetzt, kann ich da nur den Kopf schütteln: Erst vor kurzem wurde wieder eine Studie publik, welche belegt, dass gewisse Schweizer Konzerne Unmengen an in der Schweiz verbotenen Pestiziden ins Ausland verkaufen. Diese Stoffe sind für Mensch und Natur hoch gefährlich. Sollen Menschenrechte und Umweltschutz an der Landesgrenze enden? Nur, weil Konzerne wie Syngenta lieber schmutzig Milliarden verdienen, anstatt Verantwortung zu übernehmen!





Nadine Annaheim, Konolfingen

Hoffnung für die Bachforelle?

Zum Artikel «Fische sollen wieder wandern können» in der «Wochen-Zeitung» vom 27. Februar.

Hoffnung für die gefährdete Bachforelle. Wer hat sie nicht beim Lesen dieses Artikels von letzter Woche? Freie Fischwanderung ist Modedoktrin Nummer 1. Dazu kommen die Revitalisierungen. Das sind Zauberworte.

Statt wie früher bei allen Hindernissen 100 Forellen, fangen Fischer heute noch zehn Exemplare. Liegt’s also am verhinderten Aufstieg? Eine Ausnahme könnte das abgebildete Teilstück Rotbach im Eggiwil vor dem Verbau sein. Ganz sicher nicht mehr nach dem Verbau. Fragt Fischer! In Holzschwellen wie auf dem Bild hat es grosse, laichfähige Tiere, nach dem Verbau nur noch einen Bruchteil davon.

Eine Bachforelle lebt dort, wo sie eine Wohnung hat. Dort hat sie Schutz vor den Vögeln, hat genug Sauerstoff und Ruhe, wenn es warm wird. Zudem ist gewaschener Kies fürs Ablaichen erforderlich. Aus diesen Tiefen wird man sie retten, falls kein Regen fällt und der Bach austrocknet.

Nicht zu niedere Querschwellen ganz in Holz ist nach meiner Meinung die Lösung.





Andreas Lerch, Grünenmatt

Unsinnige Aufhebung von Zebrastreifen

Sicher freuen sich die Langnauer, dass «ihre» Oberfeldstrasse endlich saniert wird. Auch ist die Einführung von Tempo 30 sicher vertretbar. Aber die Fussgängerstreifen aufzuheben an einer Strasse mit Schulen, Kindergärten sowie -Alters- und Behindertenheimen ist wohl eine der dümmsten Bestimmungen unserer Obrigkeit in Bern. Wozu wird den Kindern seit Jahren beigebracht, bei der Querung einer Strasse den Zebrastreifen zu benützen? Zudem hoffe ich, dass keine unnötigen und teuren baulichen Hindernisse erstellt werden, die vernünftige Autofahrer belästigen und die Unvernünftigen kalt lassen. Anstelle baulicher Hindernisse sind nur strenge Kontrollen nützlich, um Schnellfahrer zur Vernunft zu bringen.Werner Herrmann, Langnau

Fairer Kiesabbau

Die Fritz Blaser AG in Hasle ist das grösste Kieswerk in der Region Emmental und übernimmt mit einem Abbau- und Auffüllvolumen von 100’000 Kubikmeter pro Jahr eine bedeutende Rolle in der Versorgung mit Baustoffen. Seit der letzten überbauungsordnung 2008 wird die Gemeinde Hasle mit einem Infrastrukturbeitrag von 20 Rappen pro Kubikmeter abgespiesen, während andere Gemeinden der Umgebung seit langem einen Franken und mehr erhielten – auch von der gleichen Unternehmung. Es ist also nicht angebracht, wenn sich das Kieswerk jetzt als grosser Wohltäter für die Gemeinde Hasle darstellt.

Das Kieswerk liegt inmitten von sehr grossen und leicht zu erschliessenden Kiesreserven. Die privilegierte Lage direkt an den Hauptstrassen und mit Bahnanschluss erleichtert die Kiesgewinnung massiv. Wir sind nicht gegen den Abbau der wertvollen Baustoffe. Wir sind aber der Meinung, dass nicht nur für den Abbau, sondern auch für das Auffüllen der Gruben ein Franken pro Kubikmeter angebracht ist. Infrastruktur und Umwelt werden beim Auffüllen und Rekultivieren eher stärker belastet als durch den Aushub.

Deshalb lehnen wir die überbauungsordnung in der vorliegenden Form ab und erwarten eine entsprechende Anpassung.



Ernst Rüfenacht, Hasle

Gejammer über das Wild einstellen

Zum Artikel «Grosse Schäden durch Wild» in der «Wochen-Zeitung» vom 30. Januar. Es sollte nicht nur ein Umdenken über den Klimawandel stattfinden, sondern auch ein Umdenken, wie wir Menschen mit den Tieren umgehen. Die seit Jahren chronischen äusserungen der Forstlobby über die grossen Wildschäden ist nichts anderes, als von der schlechten Bewirtschaftung des Waldes abzulenken. Was macht der Mensch für Schaden am und im Wald und an den Tieren? Er ist sehr wahrscheinlich viel höher. Es gibt keinen anderen Kanton mit Patentjagd in der Schweiz, wo ein Jäger neun Rehe erlegen darf. Die Tiere werden einfach zu Schädlingen abgestempelt. Der Forst sollte mal sein auf Profitgier ausgerichtetes Abholzen ändern und schön brav die Millionen Subventionen vom Steuerzahler einkassieren und das ewige Gejammer über das Wild einstellen.Beat Dubach, Signau

Dank an Autofahrer

Seit einigen Jahren lebt meine Tochter in der Stiftung Lebensart in Bärau. Da ich nicht Autofahren kann, bin ich auf den öV angewiesen. Die Verbindung von Bern nach Bärau ist einfach, da ja ein Anschluss auf den Bus

besteht. Das schätze ich sehr!
Für die Rückreise wird es jeweils schwieriger, ich müsste fast eine Stunde auf einen Bus warten. Bei schönem Wetter laufe ich gerne der Ilfis entlang zurück nach Langnau. Bei Dunkelheit oder Regen mache ich Autostopp. Meistens hält ein Auto innerhalb weniger Minuten und bringt mich zurück zum Bahnhof. Dabei ergeben sich oft kurze und nette Gespräche. Ich möchte all diesen hilfsbereiten und freundlichen Menschen ein herzliches Dankeschön aussprechen.




Claudia Zurkinden, Bern