Fussweg geflickt

Ich will mich bei den für mich unsichtbaren Flickern vom Fussweg Unterdorf Langnau zur Linde auf dem Dorfberg herzlich bedanken. Ich war erstaunt und konnte in kurzer Zeit auf dem Bänkli ausruhen, nach dem steilen Aufstieg. Danke für die gute Arbeit.

Lisa Glanzmann, Langnau

Folgen des neuen Parkplatzregimes

Grosskinder zu Besuch, Wetter passabel – optimal, um im Wald zu grillieren. Es fehlen noch die Cervelats. Also steige ich in unseren alten Mini, um schnell das Fehlende zu besorgen. Bei der Metzgerei in Langnau ist der erste Parkplatz frei. Also, parkieren, Cervelats holen, Aufgabe erledigt – leider zu kurz gedacht. 

Mir fällt ein: Langnau hat ein fortschrittliches «Parkplatzbewirtschaftungs- und Überwachungssystem». Der Automat für die Tickets befindet sich erwartungsgemäss in der entgegengesetztesten Ecke. Ich mache mich also auf den Weg (102 Schritte). Der Automat ist auch für mich einfach zu bedienen und spuckt das Ticket unverzüglich aus – es ist gratis, weil unter einer Stunde Gültigkeit! Es geht 102 Schritte zurück und dann muss das Ticket im Auto gut sichtbar platziert werden, was bei einem Mini aber nicht einfach ist. Warum kann man nicht, für die Gratisstunde, die bewährte Parkscheibe benutzen? Das hätte Vorteile: Eingesparte Fussmärsche, kein Papierverschleiss wegen der Zedeli, die auch nicht entsorgt werden müssten. 

Fritz Schneider, Langnau

Wir sagen Danke!

Wir sind dankbar, in einem Land leben zu dürfen mit solch guter medizinischer Versorgung. Angefangen beim Hausarzt, dem Spital Langnau und dem Inselspital Bern. Die sehr gute Zusammenarbeit aller Ärztinnen und Ärzte und des Pflegepersonals haben uns enorm geholfen. Ich danke allen Beteiligten für die freundliche und kompetente Betreuung meines Mannes.

Elisabeth Sommer, Langnau

Wenn Studierte Strassen sanieren

In Trubschachen musste die Steinbachstrasse saniert werden. Die Schächte zu kontrollieren und den Belag zu erneuern hätte völlig gereicht. Aber nach Befehl vom Kanton musste die Strasse für viel Geld seitlich vom Bachbett weg verschoben werden. Aber nur da, wo es gerade «gäbig» ging. Dort, wo Hindernisse im Weg waren, bleibt die Strasse am alten Ort. Durch das teilweise Verschieben wurde aus unserer recht geraden Strasse ein Zickzack-Weg gemacht. Und bei den Häusern vorne hat eine verschärfte Kurve, die vom Bachbett wegdreht, noch eine Neigung in Richtung Bachbett. Und wenn dort ein Fahrzeuglenker auf Glatteis ins Schleudern gerät, so wird er von der Fliehkraft ins Bachbett hinausgetrieben. Dem dafür verantwortlichen Ingenieur rate ich dringend, den Beruf zu wechseln. Auf einer zu sanierenden Strasse sollte die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer an oberster Stelle stehen. Leider ist im Steinbach die Unfallgefahr stark erhöht worden. Die Ausweichstellen wurden zuerst auch völlig vernachlässigt. Erst auf mein Reklamieren hin ist noch etwas nachgebessert worden. Auch die Hauenenstrasse ist saniert worden, aber bei vielen Schächten läuft das Wasser daran vorbei. Strassen-bauer sollten doch wissen, dass das Wasser nicht «obsi» läuft!

Hans Hirschi, Trubschachen

Abstimmen?

Gute Vorsätze sind wichtig, damit wir unsere täglichen Herausforderung bewältigen können. In vielen Haushaltungen liegen die Abstimmungsunterlagen noch im einem Stapel unerledigter Post. Gerne ermutige ich Sie, an der Abstimmung vom 27. September teilzunehmen. Gerade in unserer Gegend ist die Stimmbeteiligung oft tief. Demgegenüber beobachte ich, dass vielen Bürgern die Zukunft des Landes und der Gesellschaft ein Anliegen sind. 

Eine begrenzte, massvolle Zuwanderung ist wichtig, damit sich auch zukünftige Generationen in unserem kleinen, schönen Land bewegen können. Das neue Jagdgesetz ist definitiv kein Wolf-Abschussgesetz. Wer das behauptet, hat die Abstimmungsbotschaft nicht gelesen und nicht verstanden, wieviel Schutz den Wildtieren und der Natur zukünftig, mit dem neuen Jagdgesetz, eingeräumt wird. Neue Kampfflugzeuge sind kein Luxus. Gute funktionierende Technik für eine sichere und eigenständige Schweiz. Deshalb empfehle ich, überall ein Ja auf den Stimmzettel zu schreiben, Stimmausweis unterschreiben, zurück ins Couvert und ab die Post.

Daniel Zürcher, Emmenmatt 

Geht das gut?

In der Botschaft des GGR Langnau (offizielles Abstimmungsbüchlein, Seite 5 unten) steht, dass ein «Strassenbauprojekt» für die Einfahrt/Ausfahrt Kantonsstrasse (Sägegasse) erst noch «konkretisiert werden muss». Eine Bauplanung mit viel Mehrverkehr ohne seitens der Gemeinde eine konkrete Verkehrsplanung zu fordern? Wollen wir das so?

Daran stört sich schon der GGR am 28. Oktober 2019 (Seite 8, Punkt 6 Mitte), darum «ist der Verkehrsführung... besondere Beachtung zu schenken.»

Dennoch ist nun (nur dank des Referendums der IG Anwohner) zuerst über die Zonenplanänderung abzustimmen. Geht das gut? Darum Nein.

Claudia Gertsch, Langnau

Artenschutz im wilden Westen von Luzern

Wir beklagen Amazonasbrände, Bienen- und Artensterben. 100 Wölfe über die ganze Schweiz verteilt, sind doch keine Zahl verglichen mit 250’000 meist ungeschützte Schafe, die auf einen Schlag auf Schweizer Alpweiden sömmern. Das sind 2500 Schafe pro Wolf: ohne Hirt und Hund ein alpiner McSheep Drive-in. Die Rotwild-Bestände hingegen sind explodiert. Zum Leidwesen der Weisstanne. Ergo kommt der Wolf. Auch wenn gewildert («schiesse-schufle-schwige»). Bevor wir den Wolfsschutz lockern, muss sichergestellt werden, dass die mehrheitlich durch städtische Steuerzahler finanzierten Flächen- und Alpsömmerungsbeiträge nur bei optimalem Herdenschutz fliessen. 

Wir sollten stolz darauf sein, dass im so zentral gelegenen Entlebuch noch jedes grosse Wildtier der Schweiz, von Auerhahn und Birkhuhn, über Gams, Luchs, Murmeltier, Rothirsch bis zu Steinbock und Steinadler, auf kleinster Fläche vorkommt: das ist das überzeugendste Tourismus-Argument. 

Deshalb Ja zu mehr Wildnis im wilden Westen von Luzern mit Wolf und Nein zum neuen Jagdgesetz. Denn die Biosphäre Entlebuch ist der erste «Naturpark von nationaler Bedeutung», ja trägt «Biodiversität» im Namen: warum nicht auch «Modellregion» für Herdenschutz und Wolfsmanagement? Entweder Biosphäre oder nicht. 

Michael Fankhauser, Marbach

Jagdgesetz ist kein Abschussgesetz

Das revidierte Jagdgesetz ist kein Abschussgesetz. Es berücksichtigt neu, dass die Kantone die Jagd nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit planen und sich untereinander absprechen müssen. Der Bund legt lediglich die Grund-sätze dazu fest. 

Das geltende Jagdgesetz stammt aus dem Jahr 1986. Damals gab es in der Schweiz keinen einzigen Bären und keinen Wolf. Wölfe verletzen oder töten jährlich zwischen 300 und 500 Nutztiere, allen voran Schafe, Ziegen und Rinder. Landwirtschaft und Alpwirtschaft sind im besonderen Masse durch die Rückkehr von Grossraubtieren gefordert. Es kann soweit kommen, dass einzelne Gebiete gar nicht mehr bewirtschaftet -werden. Dafür nimmt die Verbu-schung zu.

Es ist eine Illusion, zu glauben, Grossraubtiere könnten sich hier unkontrolliert ausbreiten, ohne dass dies früher oder später zu Problemen führt, da sie keine natürlichen Feinde haben. Eine massvolle Regulierung unterstützt das Miteinander.

Das revidierte Jagdgesetz fördert die Lebensräume von Wildtieren und stärkt die Natur- und Artenvielfalt. Es schafft mehr Sicherheit für Tier, Landschaft und Mensch. Daher sage ich am 27. September Ja zu einem fortschrittlichen und nachhaltigen Jagdgesetz. 

Erwin Dahinden, Schüpfheim