Sofort Hand bieten für Stellplätze für Camper

Zum Artikel «Stellplätze für Camper sind gefragt, werden aber nicht einfach so bewilligt» in der «Wochen-Zeitung» vom 8. Juli.


Die Corona-Pandemie hat vieles verändert, so auch die Ferien- und Tourismussituation. Laut Statistiken ist die Nachfrage von Campern für geeignete Stellplätze in der Schweiz sehr gross. Familie Hirschi hat die neue Sachlage erfasst und möchte den naturnah Ferienmachenden ein paar Stellplätze anbieten, um im schönen Emmental Erholung erleben zu können und ihnen zugleich die Natur und die einheimische Landwirtschaft näherzubringen. Der Platz und die übrige nötige Infrastruktur sind vorhanden.

Leider schlafen unsere Behörden noch tief und haben die neue Situation noch nicht bemerkt! Mit fadenscheinigen und zum Teil einfältigen Gründen wird hier wieder einmal mehr jede der veränderten Zeit angepasste Entwicklung verhindert. Laut Bericht in der «Wochen-Zeitung» könnten Hirschis, wenn sie Glück haben, bis im Herbst eine «Ausnahme-Bewilligung» erhalten. «Geits no!»
Wissen unsere Behörden eigentlich nicht, dass im Herbst die Hauptferienzeit vorbei ist? Keine Ahnung mehr von der Realität! Jetzt müssen unsere Behörden unbedingt sofort Hand bieten und schnell und unkompliziert Bewilligungen erteilen, so dass alle Camper, die möchten, in diesem Sommer einen Platz finden – Landwirtschaftszone und Einsicht der Fahrzeuge hin oder her. Somit bleibt die Wertschöpfung in
unserem Land.

Hans Rudolf Wälti, Lauperswil

Fragezeichen

Der Beitrag in der «Wochen-Zeitung» vom 1. Juli 2021 «Manche Arbeitnehmenden

haben Hemmungen, sich zu wehren» löst bei mir mehrheitlich Fragenzeichen aus!
Insbesondere stellt sich bei mir die Frage, wissen die Personen des Gewerkschaftsbundes, dass sie auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung sehr gut leben?


Werner Eichenberger, Rüegsauschachen

Warum das Geld in die Wüste schicken?

Ja zur Ernährungssouveränität. Nein zum CO2-Gesetz und damit auch nein zur Energieversorgungssouveränität. Lieber Öl von den Ölscheichen in die Schweiz transportieren, als Oil of Emmental aus unseren eigenen Högern und Chrächen. Wir schicken also weiterhin jährlich 60 Millionen Franken potenzielle Emmentaler Wertschöpfung in die Wüste, anstatt dass wir unser eigenes Energiepotenzial nutzen. Der oberste Ölscheichvertreter Rösti hat seine Getreuen für sein Ölgeschäft definitiv «weichgeschmiert».

Werte Emmentalerinnen und Emmentaler: Wann lernen wir endlich selbständig und aus eigener Verantwortung denken und handeln?

Michel Seiler, Grossrat parteifrei

Windkraft weht unsere Werte weg

Leserbrief zum Artikel «Das Gebiet Höch-Turner-Bock erfüllt die Anforderungen des

Windkonzepts»:

Die hoch subventionierte Windenergie-Lobby möchte in einer bis dato intakten Landschaft drei gigantische Windkraftanlagen, deren Nabenhöhe fast zweieinhalbmal so hoch wie der Turm des Berner Münsters wäre, errichten. Das Napfgebiet gehört zu den Landschaftsperlen, welche in hohem Masse die Identität und das Bild unseres Landes geprägt haben. Der äusserst geringe energetische Nutzen von Windkraftanlagen rechtfertigt in keiner Weise solche Massaker an unserer Heimat. Die Windkraft schafft keine Werte. Aber sie schafft es, bestehende Werte wegzuwehen.

Brigitte Gerber Eymann, Signau

Öl aus der Wüste statt hiesiges Holz

Offenbar funktioniert das urchige Emmental mit all seinen Bräuchen traditionell nur mit billigem Benzin und Diesel aus der Wüste oder sonst woher. Logisch, denn der Boss der Schweizer Öl-Opec ist schliesslich ein gestandener Bergler und ehemaliger SVP-Chef. Der weiss selbstverständlich, was die Bergbevölkerung braucht. Holz ist zwar viel vorhanden im Emmental, aber Ölheizungen sind trotzdem unverzichtbar. Und für ihr Freizeitvergnügen sind die Emmentaler auf billige Flugtickets angewiesen, Abgaben liegen da nicht drin. Auf Bürokratie sind Emmentaler allergisch, allerdings nur so lange, bis sie entdecken, wie man damit zu Geld kommt. Logisch, dass man in der allgemeinen 2x-Nein-Flutwelle auch gleich das CO2-Gesetz mitversenkt hat. Klimawandel ist etwas für Städter oder Chinesen. Sollen die etwas dagegen unternehmen, uns kümmert das nicht. Hoffentlich sehen das dann die Städter nicht auch so, wenn das nächste Mal irgendwo «näbenusse» ein Hochwasser alles verwüstet. Vielleicht merkt spätestens dann der eine oder andere, dass Klimawandel uns alle etwas angeht. 

Res Bärtschi, Lützelflüh

Wir haben es in der Hand

Nach einem emotionalen Abstimmungskampf, wo sich beide Seiten mit Vorwürfen und Schuldzuweisungen nicht zurückhielten, kommt es am kommenden Sonntag zur Auszählung. Die ländlichen Gebiete und Bevölkerung hat es jetzt in den eigenen Händen, ein Zeichen zu setzten. In der jüngeren Vergangenheit ist es hier nicht gelungen, die Stimmbeteiligung über einem Drittel zu etablieren. All die Plakate und Fahnen sowie die mit viel Liebe kreierten Sujets sind nutzlos, wenn wir nicht abstimmen gehen. Darum erwarte ich ein starkes Zeichen vom Land. 50 Prozent Stimmbeteiligung sind das Mindeste, was ein solcher Mammutabstimmungssonntag braucht. Ansonsten müssen wir uns nicht beklagen, wenn wir in Bundesbern nicht gehört werden. Darum zweimal Nein zu den Agrarvorlagen.

Heinz Kämpfer, Affoltern, Präs. Landwirtschaft Emmental

Eine bemerkenswerte Geste!

Vielleicht erinnern Sie sich noch an meinen Leserbrief von Mitte Mai über das gefrevelte Holz in einer Waldparzelle in Arni. Die Angelegenheit hat eine überraschend positive Wendung genommen. Letzte Woche erhielt ich einen netten Entschuldigungsbrief mit einer grosszügigen Geldspende. Da mir kein persönlicher Absender bekannt ist, ausser dem Gruppennamen «Maitannlisteuer 2021», möchte ich mich an dieser Stelle bei den jungen Burschen bedanken für ihre sympathische Reaktion. Ich denke, jetzt macht der «Kaffeehöck» bei den auserwählten Frauen viel mehr Spass. Und so soll es doch sein! Das Geld werde ich für einen guten Zweck spenden.

«Ende gut, alles gut.» In diesem Sinne wünsche ich allen einen guten, glückbringenden Sommer.

Therese Christen, Niederbipp

Zu wenig Ackerfläche für Schweinefutter

Unser Landwirtschaftsbetrieb ist vielseitig und hat verschiedene Betriebszweige. Die Milchviehhaltung mit eigener Aufzucht ist seit Generationen der Hauptbetriebszweig. Das Futter wird zu über 90 Prozent auf dem Hof produziert. Ein weiterer, wichtiger Betriebszweig ist die Schweinezucht. Als Familienbetrieb halten wir durchschnittlich 20 Muttersauen. Die Ferkel werden verkauft und auf anderen Betrieben  grossgezogen. Das Futter für die Schweinehaltung wird grösstenteils zugekauft, unsere Ackerfläche wäre zu gering, um genügend Gerste für die Schweine zu produzieren. Würde die Trinkwasser-Initiative angenommen, müssten wir die Schweinezucht aufgeben. Dieser Frühling, mit dem nasskalten Wetter ist für diverse Ackerkulturen nicht einfach. Schädlinge und Pilzkrankheiten setzen den Kulturen zu. Für die Herstellung von guten und  gesunden Lebensmitteln braucht es Pestizide, oder besser gesagt einen angepassten, verantwortungsvollen Pflanzenschutz. Dieser ist für Pflanzen und Kulturen, wie ein Medikament für Tier oder Mensch, das vom Arzt verordnet wird, wenn es notwendig ist. Die Initiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide verbietet den notwendigen Schutz. Daher  empfehle ich zweimal ein Nein.

Daniel Zürcher, Emmenmatt