Vielen Dank an die Helferinnen

Am 12. Oktober hatte meine Mutter einen Arzttermin in Burgdorf. Vor der Arztpraxis war eine Baustelle in Betrieb. Das Erreichen der Praxis gestaltete sich schwierig, da meine Mutter betagt und gehbehindert ist. Das Überqueren des Kiesbettes mit dem Rollator war kräfteraubend für sie.

Unabhängig voneinander fragten zwei Fussgängerinnen ob sie uns helfen könnten. Die Hilfsangebote haben meine Mutter sehr berührt und sie möchte den zwei unbekannten Frauen für die aufmerksamen Gesten nochmals herzlich «Dankeschön» sagen.


Leserbrief: Christine Streit, Utzigen

Schaden monströse Laubbläser?

Kann mir jemand sagen, warum ausserhalb der Komfortzone von Langnau (in den Aussenbezirken) mit einem monströsen, überdimensionalen Laubbläser die Hauptverkehrsachsen, zum Beispiel die Kammern-Rämis- Strasse, von Laub befreit werden? Auf jeden privaten Gartenbesitzer wird mit dem Finger gezeigt, wenn er es wagt, mit -einem Bläser seinem Laub den Garaus zu machen; all den Kleinlebewesen die Lebensgrundlage zu vernichten, den Igeln ihr Material zum Nestbau wegzuräumen.

Ich gebe zu, ich bin kein Fan von Laubbläsern. Jedem sein Vergnügen, denke ich jeweils. Aber stört sich eigentlich niemand an diesem Verbrechen an unserer Biodiversität?

Text: Priska Blaser, Oberfrittenbach


Stellungnahme von Gemeinderat Beat Gerber, zuständig für das Ressort Bauwesen in der Gemeinde Langnau:

«Die Gemeinde ist verpflichtet, die Strassen sauber zu halten. Dies einerseits, um die Sicherheit zu gewährleisten (nasses Laub kann den Bremsweg erheblich verlängern). Andererseits muss das Laub auch entfernt werden, damit dieses nicht die Schächte verstopft und das Regenwasser nicht mehr abfliesst. Der angesprochene ‹monströse Laubbläser› ist bei der Gemeinde Langnau seit vergangenem Herbst in Betrieb und bewährt sich sehr gut – weil er viel effizienter ist, als das Laub von Hand zu rechen, mit der Wischmaschine oder mit tragbaren Laubbläsern zusammenzukehren. Das neue Gerät wird zurückhaltend eingesetzt, also nur auf den Hauptverkehrsachsen der Gemeinde. Daher schadet dieser Laubbläser auch kaum den Kleintieren entlang der Strassen.»

Nur kleine Engpässe

Was die Sanierung Ortsdurchfahrt Trubschachen betrifft, möchte ich dem Gestöhne der Autofahrerinnen und Autofahrer zurufen: Diese lokalen Engpässli hier und jetzt sind munzig kleine Übungsstücklein für kommende, grosse, globale Engpässe. Ja, wir wollen keine andere Wahl haben.
Text: Michel Seiler, Trubschachen

Auch den Mittelstand entlasten

Der Prämienschock sitzt tief, der Frust ist hoch. Der Bundesrat ist nicht gewillt, das willkürliche ­Prämienwachstum zu bekämpfen. Eine Kostenbremse im Gesundheitswesen, wie sie von der Mitte Schweiz vorgeschlagen wurde, ist dringender denn je. Die indivi­duelle Prämienverbilligung ist ein gutes Instrument, um Personen mit tiefen Einkommen zu entlasten. Diese ist aber erstens nur Symptombekämpfung und zweitens kein Allerheilmittel. Schon länger treffen die steigenden Prämien auch die Bevölkerung mit mittlerem Einkommen. Das kann so nicht mehr länger hingenommen werden. Der Mittelstand diente zu lange als Finanzierer immer neuer Kosten. Dieses Abwälzen ist unfair und unanständig. Es braucht daher ergänzend zu den Prämienverbilligungen, von welchen primär die tiefen Einkommen profitieren, eine markante Erhöhung des Versicherungsabzugs. Die Mitte Kanton Luzern wird im Kantonsrat eine dringliche Motion zur Erhöhung des Versicherungsabzugs einreichen, damit der Mittelstand rasch entlastet werden kann. Text/ Christian Ineichen, Marbach

Selbstversorgungsgrad ginge zurück

Schon bald stimmen wir über die Massentierhaltungsinitiative ab. Ganz allgemein ist der Tierschutz in der Schweiz hervorragend. Es ist ja so, dass diesmal allgemein, insbesondere im Biobereich, nicht so viele Betriebe direkt betroffen sind. Aber bei denjenigen Betrieben und Branchen, die das treffen würde, wären die Auswirkungen frappant. Der Selbstversorgungsgrad ginge gemäss einer Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz beim Geflügelfleisch von 58 auf fünf Prozent zurück, beim Schweinefleisch von 90 auf 50 Prozent und bei den Eiern von 56 auf 20 Prozent. All das würde durch Mehrimporte kompensiert, vor allem der Einkaufstourismus würde leider wieder zunehmen.

Persönlich bin ich ein Anhänger der kleinen, geschlossenen Kreisläufe, möglichst vom Schweizer Bauern direkt oder über den Detailhandel zum Konsumenten. Mit Ausnahme der in der Schweiz nicht verfügbaren Lebensmittel ist im heutigen Zeitpunkt von Klimakrise, Ukrainekrieg oder Corona der Handel und der Transport von Lebensmitteln aus der ganzen Welt aus sozialen und ökologischen Gründen ein Unsinn.

Deshalb hoffe ich sehr, dass diese unnötige Initiative abgelehnt wird. Text: Hans Schüpbach, Biobetrieb Biembach

Keine Steuergeschenke für Finanzwirtschaft

Zum dritten Mal, nach der gescheiterten Unternehmenssteuerreform III und dem ebenfalls misslungenen Versuch, die Stempelsteuer abzuschaffen, machen sich die Räte daran, der internationalen Hochfinanz den roten Teppich auszurollen. Ein weiteres Mal also soll der gewöhnliche, bereits durch Inflation und steigende Lebenshaltungskosten übergenug belastete Steuerzahler zugunsten einer ohnehin schon privilegierten Minderheit für die zu erwartenden Steuerausfälle zur Kasse gebeten werden und ausserdem soll auch noch – wie in der laufenden Debatte schon mehrfach erwähnt – «kreativen» vermögenden Steueroptimierern das Scheunentor zur Steuerhinterziehung sperrangelweit geöffnet werden. Höchste Zeit also für Otto Normalverbraucher, mit einem Nein zur dieser ungerechten Verrechnungssteuervorlage die Reissleine zu ziehen. Text: René Edward Knupfer, Linden

Es hat viel zu wenig Stromtankstellen

Zum Artikel «Eigentlich hat es genug Ladestationen» in der «Wochen-Zeitung» vom 25. August 2022.

Es hat definitiv viel zu wenig Ladestationen oder besser gesagt, es hat fast keine Stromtankstellen! Als E-Fahrer lädt man sein Gefährt meist zu Hause, an einer Ladestation während mehrerer Stunden. Ist man aber mit dem Auto unterwegs, braucht man keine Ladestationen, wo man stundenlang stehen muss, um wieder 100 Kilometer fahren zu können, sondern man braucht eine Schnellladestation, nennen wir es mal Stromtankstelle. An solchen können moderne Autos innerhalb von wenigen Minuten Strom für mehrere hundert Kilometer tanken. Solche Tankstellen gibt es im Entlebuch überhaupt keine. Sollte ich also mal vergessen, mein Auto über Nacht einzustecken, müsste ich am nächsten Tag von Schüpfheim nach Luzern oder nach Trubschachen fahren, damit ich mein Auto schnell laden könnte.

Es ist zynisch, in besagtem Artikel zu sagen, es hätte genug ­Ladestationen, da sich ja keine Schlangen vor den bestehenden Stationen bilden: Soll ich hinter einem eingesteckten Fahrzeug vier Stunden warten, bis sein Akku voll ist, damit ich wieder vier Stunden warten kann, bis mein Fahrzeug voll ist?

In Schüpfheim gibt es mindestens zehn Zapfsäulen für fossilen Treibstoff, aber keine einzige Stromtankstelle. So sieht die Förderung der E-Mobilität ­leider noch fast in der ganzen Schweiz aus. Text: Alex Duss

Mit offenen Armen?

Zum Artikel «Kirche mit offenen Armen» in der «Wochen-Zeitung» vom 1. September. Wo waren die offenen Armen in den letzten 2,5 Jahren? Hat die Kirche das gelebt, was sie predigt? Konnten sich alle von Verstorbenen verabschieden? Mit offenen Armen. Was heisst das für euch? Dass manche Arme für manche Menschen offener sind? Ist es wirklich so erstaunlich, dass viele der Kirche den Rücken gekehrt haben? Wo blieb die Nächstenliebe? Was denkt ihr, was hätte Jesus getan? Text: Sandra Imfeld