Die Kranken sind nicht vergessen

Ich sitze an meinem Fensterplatz, wo ich einmal mehr die wunderschöne Aussicht auf unsere Bergwelt geniessen kann. Ich glaube, das ist auch der Grund, warum sich meine Gedanken bewegen. 

Rückblickend auf das Jahr wünsche ich allen Leuten, welche unter Krankheiten oder Trauer zu leiden haben, eine schöne Adventszeit. Die letzte Zeit war für viele nicht einfach – ich kann das mit meinen bald 93 Jahren gut sagen. Ich möchte auf diesem Weg all den betroffenen Leuten mitteilen: Ihr seid nicht vergessen. Ich wünsche allen eine kraftbringende Adventszeit.

Toller Adventsweg – nicht nur für Kinder

Grossen, herzlichen Dank den Initianten, Helferinnen und Helfern sowie den Kindern der Spielgruppe Knopf für die fantastische Gestaltung des Adventsweges in Oberburg mit der wundervollen Geschichte über den Wichtel Bäschtli. Der winterliche Spaziergang mit der Familie oder auch allein entlang der mit Hingabe und grossem Geschick gebastelten Posten ist in ein tolles Erlebnis. Schön und lehrreich; nicht nur für Kinder, auch für Erwachsene. 

Es tut gut zu wissen, dass es in einem Dorf trotz der turbulenten, unschönen Corona-Zeiten immer noch initiative Leute gibt, die unter Einbezug unserer Kinder ein gemeinsames Projekt in Angriff nehmen und der Bevölkerung zur Verfügung stellen!

Habe keinen Bock, beatmet zu werden

Im Whatsapp-Status einer Freundin entdecke ich, was nach Verschwörung ausschaut: Angeblich hätte Gibraltar einen 100-Prozent-Impfstatus und trotzdem massiv steigende Corona-Zahlen. Ergo wird daraus geschlossen, dass wir nur angelogen werden und die Impfung völlig nutzlos ist. Ich fand denn auch den «Spiegel»-Artikel: «Hohe Impfquote, viele Infektionen: Der Fall Gibraltar zeigt trotzdem, dass die Impfung wirkt.» Denn: Keine Person, die an Covid erkrankt ist, musste auf die Intensivstation. Ich habe meiner Freundin den Artikel gesendet und darum gebeten, bitte zuerst Fakten zu prüfen, bevor sie so etwas postet. Ich wurde dann von der Freundin recht unsanft angepöbelt. Die Impfung nütze nichts, die Zahlen würden steigen und sie finde es einfach besser, durchzuseuchen. Meine Antwort: «Ja du hast recht, die Zahlen steigen und das trotz Impfung! Aber, es ist auch so, dass die Geimpften, welche erkranken ein 90 Prozent geringeres Risiko haben im Spital zu landen, geschweige denn auf der Intensivstation.

Durchseuchen wäre ja schön und gut, aber ich habe keinen Bock darauf, beatmet zu werden oder an Folgen wie Longcovid zu leiden. Wegen mir muss sich kein Mensch impfen lassen, aber es soll auch jeder selber die Konsequenzen tragen. Als FaGe weiss ich, wie diese aussehen.

Massnahmen sind weitgehend nutzlos

Normalerweise stimme und wähle ich Grün-Links. Doch obwohl die Parteien von ganz links bis fast ganz rechts wie eine geschlossene Wand auftreten, werde ich diesmal der Empfehlung nicht folgen. Ich werde gegen das Covid-19-Gesetz stimmen. Es erstaunt mich sehr, dass Leute, die ich sonst als «gut informiert» wahrnehme, sich damit begnügen oder gar festbeissen an einer «hohen Impfquote» als dem einzigen Weg aus der Krise, und wie gleichzeitig die massiven Schäden und Verwerfungen durch die weitgehend nutzlosen «Massnahmen» ignoriert werden. Stattdessen wird alles dafür getan, die Skeptiker davon zu überzeugen, dass sie bloss eine Minderheit sind, welche die unwiderlegbaren Argumente für die Impf-Lösung lediglich noch nicht begriffen haben. Ich habe mir die Zeit genommen, einigen Zahlen auf den Grund zu gehen. Und deshalb empfehle ich allen Stimmbürgern ein klares Nein gegen das Covid-Gesetz.

Die Nase voll

Schon sagen wir wieder Feste, Konzerte, Sportanlässe ab. Bald schliessen wir Klassen, Kurse,

Kinos, Museen. Und als letzte Konsequenz droht der Lockdown. Nur war er diesmal vermeidbar. Die Gegner des Covid-Gesetzes mögen tausendmal das Gegenteil behaupten: Unsere Behörden haben in der Corona-
Krise einen moderaten, wirtschaftsfreundlichen Kurs gefahren. Sie glaubten an die Kraft der Vernunft, an die soziale Intelligenz ihrer Bevölkerung. Sie trauten ihr die Erkenntnis zu, dass Epidemien sich nur mit Durchimpfung besiegen lassen. 200 Jahre alt ist diese Erkenntnis. Milliarden von Menschen verdanken ihr das Überleben. Aber zu viele Menschen kochen lieber ihr egoistisches Süppchen, als diesen kleinen Beitrag an die Volksgesundheit zu leisten. Sie verstehen nicht, welch schwere Verantwortung sie sich damit aufbürden: die Mitschuld am Absturz ganzer Wirtschaftszweige, an der Trockenlegung der Staatskassen, an den psychischen Problemen der Bevölkerung, an der Zunahme des Sterbens landauf, landab. Den
militanten Gegnern von Impfung und Covid-Gesetz, die für sich, und nur für sich, Freiheit einfordern, halte ich ein Zitat des Dichters Wolf Biermann entgegen: «Sie verachten Demokratie im Namen der Demokratie, die Freiheit im
Namen der Freiheit.»

Welche Zukunft für unsere Kinder?

Vor einigen Wochen hat die Schweiz 3G eingeführt. Eine Massnahme, die keineswegs der Verhinderung neuer Corona-Fälle dient. Einige Länder sind bereits bei 2G, landen wir vielleicht sogar bald in 1G? Zunehmender Zwang und Diskriminierung werden von der Gesellschaft einfach so akzeptiert. Selbst vor unseren Jüngsten machen die Massnahmen keinen Halt. Bald schon soll eine Impfung der fünf- bis elfjährigen Kinder zugelassen sein. Wo soll das enden? Soll der Mund- und Nasenschutz ein alltägliches Accessoire bleiben, obwohl bereits über 50 wissenschaftliche Arbeiten gegen das Tragen derselben sprechen? Die deutsche Studie «Corona children studies Co-Ki», publizierte als Vorabveröffentlichung am 18. Dezember 2020, dass bei einer durchschnittlichen Tragedauer von 270 Minuten am Tag bei 68 Prozent der 25´930 teilnehmenden Kinder physische und psychische Belastungen festzustellen waren.  Haben wir bald eine irreparabel kranke junge Generation? Das Volk ist der Souverän, setzen wir der Willkür des Bundesrates mit einem wuchtigen Nein ein Ende. Statt «Gruppenzwang» braucht es eine konstruktive Zusammenarbeit und verhältnismässige Beschlüsse, welche den Kindern wie auch den Erwachsenen eine lebenswerte Zukunft ermöglichen.

Die Freiheit aller schützen

Im Dorf meiner Kindheit und
Jugend bricht die Maul-und Klauenseuche aus. Schutz-Hygienemassnahmen, Quarantäne, eingeschrämkte Mobilität: alles keine Frage. Bei zwei unserer Nachbarn erkranken je ein Kind an Kinderlähmung, sie sind für den Rest ihres Lebens schwer gezeichnet. Wurde ich geimpft? Keine Frage. Bei einem andern Nachbarskind wird Tuberkulose diagnostiziert: endlose Kuraufenthalte und eingeschränktes Leben. Wurden wir Kinder geimpft? Ja, alle Kinder wurden geimpft! Wann wurde das letze Mal über Maul- und Klauenseuche berichtet? Kennen Sie jemanden, der an Kinderlähmung oder Tuberkulose erkrankt ist? Später im Leben Reisen in die Tropen: Habe ich mich geimpft? Ja, gegen alles Mögliche! Habe ich mich gegen Covid-19 impfen lassen? Ja, hätte ich auch unter Zwang getan, um die Freiheit
aller zu schützen.

Ein Nein hilft unserem Bundesrat

Ich sage Nein – zu den massiven Einschränkungen, die zahlreiche Menschen und inzwischen vor allem Junge dazu bewegen sollen, sich impfen zu lassen. Ich sage Nein – zur Ausgrenzung (auch von Gesunden) aufgrund eines fehlenden Zertifikates. Ich sage Nein – dass der Bundesrat im
Alleingang für weitere zehn Jahre über Einschränkungen und Massnahmen im öffentlichen und persönlichen Leben bestimmen kann.

Ich sage Nein – weil dadurch immer grössere Gräben zwischen den Menschen entstehen, sogar unter Freunden und in Familien.

Ein Nein am 28. November über die Verschärfungen des Covid-19-Gesetzes hilft uns allen und vor allem dem  Bundesrat.

Damit verschaffen wir ihm nämlich die Gelegenheit, inne zu halten und die Situation neu zu überdenken, aus gemachten Fehlern zu lernen und neue Schritte zu wählen – auf einem Weg, der vereint statt spaltet. 

Gemeinsam mit allen Experten, auch mit denjenigen, deren Lösungsvorschläge momentan nicht genehm sind. Ein Nein ermöglicht einen echten und sachlichen Dialog, wo auch unbequeme Stimmen angehört werden.