Die Macht der Worte, die uns begleiten

Worte haben Macht! Manche begleiten uns - fast wie gute Freunde - durch die Jahre. Sie tauchen immer wieder auf, wenn wir sie brauchen - mal eher leise, auch mal laut. Ihr Ursprung kann verschieden sein: in Büchern, in Gesprächen, in Liedtexten oder einfach in dem Herzen eines Menschen, der zur richtigen Zeit genau das Richtige sagt. Wie schön, wenn wir Sätze wie «Du schaffst das!» oder «Glaub an dich!» von Eltern, Lehrern oder Freunden hören. Sie können uns gerade auch in unsicheren Momenten helfen, auf eigene Fähigkeiten zu vertrauen. Leider gibt es aber auch die anderen Worte - solche, die verletzen oder entmutigen. Der Satz «Dafür bist du nicht gut genug» beispielsweise, kann, wenn wir ihn verinnerlichen, dazu beitragen, dass wir schnell an uns selbst zweifeln, und zwar bis ins Erwachsenenalter hinein. Auf unserem christlichen Lebensweg bekommen wir immer wieder Worte mit auf den Weg, als Tauf-, Trau- oder als Konfirmationsspruch. Haben Sie auch einen oder mehrere solcher Sätze, die in Ihrem Leben eine ganz eigene, hoffentlich positive Kraft entwickelt haben? Ob aufmunternd, tröstlich, mahnend oder weise - Sätze, die uns durchs Leben begleiten, können zu inneren Wegweisern werden, indem sie Halt schenken und Perspektiven öffnen. Dabei bleiben manche für immer, andere verändern sich mit uns. Mein eigener Konfspruch, den ich mir vor über 40 Jahren selbst auswählen durfte, begleitet mich bis heute und lautet: «Bittet, so wird euch gegeben, suchet, so werdet ihr finden, klopfet an, so wird euch aufgetan.» (Matthäus 7,7) Immer wieder macht er mir Mut, wenn mir etwas fehlt und wenn ich auf der Suche nach meinem eigenen Weg bin. Er erinnert mich daran, dass ich nicht allein unterwegs bin, sondern mich auf meinem Lebensweg dem Gott immer wieder neu anvertrauen darf, der für mich da sein möchte und für mich sorgt.

02.04.2026 :: Silke Mattner

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