Der Neubau aus Holz sowie das neu gestaltete Schulareal machen einen angenehmen Eindruck. / Bild: Rebekka Schüpbach (srz)
Zäziwil: Die Bauzäune sind gefallen. An der Einweihung der Schulhäuser durfte die
Bevölkerung einen ausgiebigen Augenschein in den neuen Räumlichkeiten nehmen.
«Bis gestern Abend wurde hier gearbeitet und die letzten Pflanzen gesetzt», informierte die Ressortleiterin Yvonne Thierstein in ihrer Rede und lobte die Arbeit aller am Bau Beteiligten. Nach fünf Jahren Planungs- und Bauzeit konnte die Gemeinderätin das neu erstellte sowie das renovierte Schulhausgebäude offiziell der Bevölkerung aus Zäziwil und Oberhünigen präsentieren. Dabei erinnerte sie noch einmal an die verschiedenen Planungsschritte, bei denen nebst dem Architekturbüro H+R Architekten, der Denkmalschutz und viele weitere Beteiligte involviert waren. Dank der Zustimmung der Gemeindeversammlung zum notwendigen Kredit konnte 2024 der erste Spatenstich erfolgen.
Kredit reicht voraussichtlich aus
Erfreut über die Bauarbeiten zeigte sich auch Vize-Gemeindepräsident Jürg Ramseier. Die heutigen Schulgebäude seien zukunftsorientiert, pragmatisch und flexibel, betonte er. So verfügt der Neubau nebst grosszügigen Räumen und verschiebbaren Wänden unter anderem auch über eine Solaranlage. Er ist überzeugt: «Wir sind gerüstet für die Zukunft.» Was die Kosten angeht, reiche der genehmigte Kredit von 9,3 Millionen Franken voraussichtlich aus, erklärt Ramseier auf Nachfrage: «Einige Rechnungen stehen noch aus, aber wir erwarten eine Punktlandung.» Nach weiteren Reden und dem «Zäzilied», gesungen von den Schülerinnen und Schülern, durfte sich das Publikum selbst ein Bild machen. Von aussen macht das neue Schulareal mit Spielplatz und verschiedenen Sitzgelegenheiten einen angenehmen Eindruck, auch wenn das von den Schülern heiss geliebte «Bürgli», eine Spielburg mit Hängebrücke, nun fehlt.
Im Neubau aus Holz fallen insbesondere die breiten Gänge und die Spanplatten auf, mit denen die Wände verkleidet sind. Für den einen oder anderen Besucher sicher ein etwas ungewohnter Anblick. Dennoch wirken die Klassenzimmer luftig und hell. Ein Lift sorgt zudem für Barrierefreiheit.
Einrichtung modernisiert
Auch das bestehende Schulhaus erstrahlt in neuem Glanz, ohne seinen Geist verloren zu haben. Nebst den weniger augenfälligen Renovationen am Gebäude wurde die Einrichtung auch hier mehrheitlich ersetzt und modernisiert. Besonders auffällig sind die bunten Türen. «Schade, dass sie das nicht auch im Neubau so durchgezogen haben», meint eine Besucherin. Andere interessieren sich mehr für die baulichen Massnahmen oder erinnern sich daran, wie es in ihrer Schulzeit hier ausgesehen hat. Nur an die Bauzeit des ältesten Teils des alten Schulgebäudes erinnert sich niemand mehr. Das ist aber auch schon über 100 Jahre her.