Elf Personen verloren ihre Wohnungen

Elf Personen verloren ihre Wohnungen
Die beiden Mehrfamilienhäuser an der Bäraugrundstrasse sind nach dem Brand komplett zerstört. / Bild: Regine Gerber (reg)
Bärau: In der Nacht auf Sonntag sind zwei Mehrfamilienhäuser niedergebrannt. Die Bewohnenden konnten sich unverletzt ins Freie retten, verloren jedoch ihr Zuhause.

«Trotz der tragischen Situation überwiegt bei den Betroffenen die Dankbarkeit, dass ihnen nichts passiert ist», so der Eindruck von Gemeindepräsident Walter Sutter. Er konnte die Personen, die beim Brand in Bärau  ihre Wohnungen verloren haben, Anfang Woche treffen. Dass niemand verletzt wurde, ist keineswegs selbstverständlich. Dies wird beim Anblick der niedergebrannten, komplett zerstörten Bauten deutlich. In der Nacht von Samstag auf Sonntag waren die beiden Mehrfamilienhäuser, die direkt neben dem McDonald´s an der Bäraugrundstrasse liegen, sowie ein Nebengebäude in Brand geraten. Zur Ursache konnte die Kantonspolizei Bern bei Redaktionsschluss noch keine Angaben machen.

In den Gebäuden befanden sich laut Walter Sutter fünf Wohnungen, die von insgesamt elf Personen bewohnt wurden – darunter eine Familie mit drei erwachsenen Kindern. Alle Hausbewohnenden konnten sich in der Brandnacht selbstständig ins Freie retten, verloren jedoch ihren gesamten Hausrat.

Schnelle Hilfe und Solidarität

Als erste Massnahme fanden die Bewohnenden in der Garage der «Tuningbrüder» Unterschlupf. Einige organisierten sich anschliessend privat eine Unterkunft, andere wurden für den Rest der Nacht in einer Zivilschutzanlage untergebracht. Im Verlauf des Sonntags konnte der Grossteil der Betroffenen für die nächsten Tage im Hotel Hirschen ein Zimmer beziehen. «Es sind rasch verschiedene Angebote für freie Wohnungen in der Gemeinde Langnau und auch ausserhalb eingegangen», sagt Sutter. Eine Partei habe bereits eine neue Wohnung gefunden. Schon am Sonntag konnten sich die Betroffenen in einem Kleidergeschäft mit dem Nötigsten eindecken, «sie hatten ja nur noch das, was sie gerade am Körper trugen», sagt der Gemeindepräsident. Die Solidarität und Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung sei gross. Die Gemeinde übernehme soweit möglich die Koordination der Angebote und unterstütze bei Fragen, etwa auch bei der Beschaffung neuer Ausweispapiere oder Ähnlichem. Für die Betroffenen wurde ein Spendenkonto eingerichtet.

Schwierige Löscharbeiten

Wie die Kantonspolizei Bern informiert, ging der Alarm am Sonntag kurz nach 00.30 Uhr ein. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte standen die Gebäude bereits in Vollbrand. «Die Feuerwehren konnten den Brand unter Kontrolle bringen, die Löscharbeiten gestalteten sich jedoch sehr aufwendig und zeitintensiv», führt die Kantonspolizei auf Anfrage aus. Dies habe daran gelegen, dass mehrere Gebäude betroffen waren und sich das Feuer teilweise an schwer zugänglichen Stellen ausgebreitet habe. «Solche Situationen erfordern umfangreiche Sicherungs- und Nachlöscharbeiten, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.» Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde eine Warnung an die Bevölkerung über Alertswiss herausgegeben. Laut Kantonspolizei eine vorsorgliche Massnahme: «Nach aktuellem Kenntnisstand bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung.

07.05.2026 :: Regine Gerber (reg)