Die Auots rasen wieder bergauf

Die Auots rasen wieder bergauf
Marcel Steiner drehte auf dem Circuit de Bresse viele Testrunden. / Bild: zvg
Motorsport: Marcel Steiner ist nach der verkorksten Saison 2025 mit einem neuen Wagen unterwegs. Die ersten Fahrten stimmen den Piloten aus Oberdiessbach zuversichtlich.

Für das Team von Steiner Motorsport galt es, nach der pannenreichen Saison 2025 gleich mehrere Baustellen zu eruieren, wie Marcel Steiner rückblickend berichtet. «Noch vor dem Jahreswechsel konnten die Weichen gestellt werden, sodass wir mit unseren bewährten zuverlässigen Technikpartnern vorwärtsarbeiten konnten.»


Auf Motor und Fahrwerk geprüft

Bei Helftec Engineering sei der Motor nochmals komplett überarbeitet und anschliessend auf dem Leistungsprüfstand abgestimmt worden, «damit es mit ordentlich Dampf vorwärts geht», wie Marcel Steiner beschreibt. Im Februar war das Team zudem für zwei Tage im deutschen Fichtenberg bei einer spezialisierten Firma auf dem Fahrwerksprüfstand. «Der Nova wurde dabei ordentlich durchgerüttelt, aber wir konnten auch viele neue Erkenntnisse gewinnen, die wir nun auf der Rennstrecke ausprobieren können», berichtet der 50-jährige und 1,72 Meter grosse Rennfahrer. Auch sein Cockpit im Auto sei über den Winter nochmals grundlegend überarbeitet worden. Steiner berichtet weiter, dass er vor den ersten Testfahrten extrem gespannt gewesen sei, was ihn für ein Auto erwarten würde. «Bereits nach den ersten Runden fühlte ich mich jedoch deutlich wohler im Nova/Helftec-Honda als während der gesamten letzten Saison.» Dies hätten auch die gefahrenen Rundenzeiten auf dem Circuit de Bresse bestätigt. Das Team von Steiner Motorsport ziehe ein positives Fazit und sei zuversichtlich für die neue Rennsaison am Berg.


Zemp im Training vor Steiner

Rennmässig im Einsatz stand Marcel Steiner letztes Wochenende am European Hillrace Eschbach in Luxemburg. Das eigentliche Rennen vom Sonntag wurde abgesagt. Dies, weil mehrere Personen schwer verletzt wurden, nachdem ein Rennwagen in eine Streckenbegrenzung geprallt war. Eine 48-jährige Frau, die als Streckenposten im Einsatz stand, erlag schliesslich ihren Verletzungen. In den vorangegangenen Trainingsläufen gehörten die Schweizer Piloten im Feld mit über hundert Wagen aus Frankreich, Deutschland, Belgien und Österreich, zu den Schnellsten. Marcel Steiner schaffte die viertschnellste Zeit. Direkt vor Steiner lag Michel Zemp aus Escholzmatt. Zemp raste die 1,85 Kilometer lange Strecke in 52,289 Sekunden hinauf. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit betrug gut 127 Stundenkilometer. Unterwegs ist der Rennfahrer mit einem Boliden namens Norma M20 FC Helftec-Honda Turbo.

07.05.2026 :: egs, Bruno Zürcher (zue)