Fabio Hiltbrunner kann nach überstandener Schulterverletzung wieder kräftig ziehen. / Bild: Barbara Loosli (blo)
Schwingen: Mit dem Emmentalischen Schwingfest in Oberdiessbach startete die Kranzfestsaison im Kanton Bern. Für Fabio Hiltbrunner ging damit eine lange Verletzungspause zu Ende.
Fabio Hiltbrunner ging mit einer klaren Zielsetzung ins Emmentalische Schwingfest in Oberdiessbach: «Einfach schwingen und die Freude am Schwingen auch wieder richtig spüren können». Der 20-Jährige vom Schwingklub Sumiswald feierte in Oberdiessbach nach langer Verletzungspause sein Comeback an einem Kranzfest. Bereits letztes Jahr hatte er es am Emmentalischen mit einem Comeback versucht, musste aber am Ende einsehen, dass eine Schulteroperation unumgänglich war. Die komplette letzte Saison und das Eidgenössische Schwingfest in Mollis fielen damit für den jungen Emmentaler ins Wasser. Am Sonntag musste sich Hiltbrunner im ersten Gang gegen Bernhard Kämpf zwar noch geschlagen geben, doch danach folgten direkt die ersten Siege. Positiv gings auch am Nachmittag weiter. Mit zwei weiteren Siegen und einem Gestellten landete der Rückkehrer am Ende auf dem guten dritten Rang. Nach dem Fest zeigte sich der Sieger des Jubiläumschwingfests Appenzell dementsprechend zufrieden. Auch körperlich gehe es ihm nach dem ersten Kranzfest gut. Einfach im Kopf sei die Schulter nach wie vor ein Thema: «Der Kopf macht noch nicht immer ganz mit, aber es kommt gut.»
Schwacher Start
Weniger positiv klang das Emmentaler Fazit nach dem ersten Gang. Vor dem heimischen Publikum konnten die hiesigen Favoriten nicht wie gewünscht in den Tag starten. Von den fünf anwesenden Eidgenossen konnte keiner seine Paarung für sich entscheiden. Bis am Mittag war dann aber zumindest Michael Moser mit einem Gestellten und zwei Siegen in den vorderen Plätzen der Rangliste vorzufinden. Am Nachmittag sah es resultatmässig dann schon wieder besser aus. Mit Dominik Gasser kämpfte sich ein Emmentaler Eidgenosse dank vier Siegen in Serie wieder weit nach vorne. Auch viele Schwinger der erweiterten Spitze überzeugten - in der Endabrechnung gab es für die Emmentaler 11 von 31 Kränzen.
Neuauflage des Schlussgangs
Wie bereits am Morgen stach bei den Emmentaler Schwingern später vor allem Michael Moser heraus. Dank dem Sieg über Matthieu Burger im fünften Gang stand er als Schlussganggegner von Adrian Walther fest. Diese Paarung gab es bereits in den letzten beiden Jahren am Emmentalischen zu sehen. In Burgdorf 2024 durfte Moser dank einem Gestellten seinen ersten Kranzfestsieg feiern. Dieses Mal ging die Geschichte genau umgekehrt aus: Dank dem Punktevorsprung reichte dem Mittelländer Walther der gestellte Schlussgang. Er konnte damit seinen letztjährigen Sieg verteidigen.