Zu Hause wohnen bleiben im Alter - diverse Angebote unterstützen dies

Zu Hause wohnen bleiben im Alter - diverse Angebote unterstützen dies
Viele Menschen möchten, auch wenn sie älter werden, in ihrem vertrauten Zuhause wohnen. / Bild: Pixabay
Eggiwil: An der Veranstaltung «Zu Hause bleiben im Alter» stellten einige Organisationen ihre Angebote zur Unterstützung und Entlastung von Senioren und deren Angehörigen vor.

Was braucht es, damit Menschen auch im fortgeschrittenen Alter in ihrem vertrauten Zuhause wohnen können? Und welche Angebote zur Unterstützung gibt es? Die neun Gemeinden des oberen Emmentals luden die ältere Bevölkerung und ihre Angehörigen zu Informationsveranstaltungen ein, unter anderem in Eggiwil. Stefan Gfeller, Gemeindepräsident von Schangnau und Mitglied der Arbeitsgruppe «Zu Hause bleiben», hielt am Anlass fest: «Das Ziel der Gemeinden ist es, das in den letzten Jahren erarbeitete Altersleitbild für die Bevölkerung spürbar zu machen.» Mit der Veranstaltung wolle man Unterstützungsangebote aufzeigen und die Möglichkeit schaffen, bei den Fachleuten vor Ort detaillierte Informationen einzuholen.


Hilfe und Entlastung

Verschiedene Organisationen stellten anschliessend ihre Angebote zur Unterstützung und Entlastung vor. Tina Hammerschlag von der Beratungsstelle der Pro Senectute in Konolfingen erklärte: «Wenn es um Fragen zu Finanzen, Gesundheit, Vorsorge sowie Erwachsenenschutz geht, ist die Pro Senectute die richtige Ansprechpartnerin.» 

Die Dienstleistungen des SRK Kanton Bern, Region Emmental, wurden ebenfalls vorgestellt. Sie umfassen Fahrdienst, Notruf, Besuchs- und Begleitdienst sowie die Entlastung von Angehörigen. Stefan Bischoff, Mitglied der Geschäftsleitung vom Dahlia Verein Emmental, verdeutlichte: «Für diejenigen, die noch mobil sind, wird an allen vier Standorten von Dahlia ein Mittagstisch angeboten.» Wenn das Bedürfnis vorhanden sei, würden Fahrerinnen und Fahrer des Frischmahlzeitendienstes Oberemmental die Menus auch nach Hause bringen. «Weiter stehen bei uns zur Entlastung der pflegenden Angehörigen der Tagestreff sowie Zimmer für Kurzzeitaufenthalte zur Verfügung», so Bischoff.


Soziale Kontakte pflegen

Über ein Drittel der Menschen über 65 Jahre leide an Einsamkeit, sagte Chantal Galliker, die bei Pro Senectute zuständig für die Gesundheitsförderung ist. «Dies stellt ein Risiko für die Gesundheit dar», so Galliker. Sie rief die 49 anwesenden Personen auf, auch im Alter Freundschaften und soziale Kontakte zu pflegen sowie die Angebote, die in den Gemeinden des Oberemmentals für Seniorinnen und Senioren angeboten werden, zu nutzen.


Verschiedene Dienstleistungen

Über die Spitex-Leistungen sowie die Anstellungsbedingungen von pflegenden Angehörigen informierte Cornelia Steinmann, Geschäftsleiterin der Spitex Region Emmental. Die Organisation leiste jährlich rund 150'000 Einsätze. 

Schliesslich stellte Olivia Lanz die Sozialmedizinische Koordinationsstelle vor. Diese informiert und berät kostenlos zu regionalen Angeboten und ist für die Vernetzung sowie die Koordination der verschiedenen Unterstützungsangebote zuständig. Gemeinsam haben die vorgestellten Dienstleistungen, dass es älteren Menschen erleichtert werden soll, länger zu Hause in den eigenen vier Wänden bleiben zu können und die Angehörigen zu entlasten.

30.04.2026 :: Christine Mader (cme)