Das Ende einer langen Karriere

Das Ende einer langen Karriere
Thomas Sempach konnte sich 125 Mal einen Kranz aufsetzen lassen - hier der fünfte Eidgenössische 2022 in Pratteln. / Bild: Rolf Eicher (rei)
Schwingen: Thomas Sempach wird am Emmentalischen nicht in die Schwinghosen steigen. Nach total 33 Jahren bei den Buben und den Aktiven hat er seinen Rücktritt erklärt.

«In den letzten Monaten habe ich alles darangesetzt, um am Heimfest in Oberdiessbach noch einmal aktiv als Schwinger teilnehmen zu können», schreibt Thomas Sempach in seiner Mitteilung, mit der er seinen sofortigen Rücktritt bekannt gibt. Er habe leider feststellen müssen, dass sein Körper die Arbeitsbelastung, auch durch einen zusätzlichen Landwirtschaftsbetrieb, welchen die Familie betreibt, nicht mehr vertrage. «Mir fehlte am Abend oft die nötige Energie für die Trainingseinheiten und ich merkte, dass ich zunehmend körperlich an meine Grenzen komme. Eine daraus entstehende mögliche Verletzung wäre für mich als selbstständiger Landwirt ein zu grosses Risiko», begründet Sempach seinen Rücktritt.


33 Jahre aktiver Schwingsport

Mit insgesamt 125 erkämpften Kränzen habe er seine kühnsten Träume als Jungschwinger bei Weitem übertroffen. 2007 sei er auf dem Scheideweg gestanden. Als Folge diverser Knieverletzungen in den Jahren 2003 bis 2007 (Kreuzband links und rechts und zwei Kniescheibenluxationen) habe er damals einen Rücktritt in Betracht ziehen müssen. Insgesamt war der heute 41-Jährige während 33 Jahren aktiver Schwinger. «Ich möchte keine Zeit missen, die ich für dieses schöne Brauchtum aufbringen durfte. Schwingen war für mich eine Lebensschule: Ich habe gelernt, mit Siegen und Niederlagen umzugehen.» Typisch Sempach ist auch sein Abgang als Aktiver: Am Emmentalischen, das sein Schwingklub Oberdiessbach austrägt, wird er als Helfer im Einsatz stehen.

30.04.2026 :: egs