In den kommenden Wochen verlassen die ersten Jungvögel ihr Nest und erkunden die Welt. Doch nicht alle Jungvögel,
die ausserhalb des Nests anzutreffen sind, benötigen zwingend menschliche Hilfe. Deshalb gelte es, vor dem
Eingreifen erst genau hinzuschauen, warnt die Schweizerische Vogelwarte. Bei Vogelarten wie Amsel, Finken
oder
Hausrotschwanz verlässt der Nachwuchs das Nest, bevor er richtig fliegen kann. Die befiederten Jungvögel können
bereits ausserhalb des Nests überleben und ihre Eltern versorgen sie weiterhin. Dieser Schritt ist ein
natürlicher Prozess bei einigen Arten. Wer unsicher ist, ob ein Jungvogel
doch verlassen ist, sollte ihn aus mindestens 50 Metern Distanz beobachten. Wenn die Eltern ihn innerhalb einer
Stunde nicht mit Nahrung versorgt haben, empfiehlt es sich, mit einer Pflegestation Kontakt aufzunehmen. Kaum
befiederte Nestlinge oder verletzte Vögel sollten ebenfalls zu einer Pflegestation gebracht werden. Haltung und
Pflege von Vögeln setzen Fachwissen und Bewilligungen voraus. Eine Aufzucht durch Privatpersonen ist daher in
der Regel nicht zulässig.