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Augen auf, Hände weg

In den kommenden Wochen verlassen die ersten Jungvögel ihr Nest und erkunden die Welt. Doch nicht alle Jungvögel, die ausserhalb des Nests anzutreffen sind, benötigen zwingend menschliche Hilfe. Deshalb gelte es, vor dem Eingreifen erst genau hinzuschauen, warnt die Schweizerische Vogelwarte. Bei Vogelarten wie Amsel, Finken oder Hausrotschwanz verlässt der Nachwuchs das Nest, bevor er richtig fliegen kann. Die befiederten Jungvögel können bereits ausserhalb des Nests überleben und ihre Eltern versorgen sie weiterhin. Dieser Schritt ist ein natürlicher Prozess bei einigen Arten. Wer unsicher ist, ob ein Jungvogel doch verlassen ist, sollte ihn aus mindestens 50 Metern Distanz beobachten. Wenn die Eltern ihn innerhalb einer Stunde nicht mit Nahrung versorgt haben, empfiehlt es sich, mit einer Pflegestation Kontakt aufzunehmen. Kaum befiederte Nestlinge oder verletzte Vögel sollten ebenfalls zu einer Pflegestation gebracht werden. Haltung und Pflege von Vögeln setzen Fachwissen und Bewilligungen voraus. Eine Aufzucht durch Privatpersonen ist daher in der Regel nicht zulässig.

23.04.2026 :: egs