Opfer von Menschenhandel sollen überall in der Schweiz angemessene Unterstützung erhalten. Das fordert die Schweizer
Plattform gegen Menschenhandel «Plateforme Traite». Einige Kantone gingen heute noch davon aus, von Menschenhandel
verschont zu bleiben. Menschenhandel und Ausbeutung würden jedoch keine Grenzen kennen, und die den Behörden
gemeldeten Fälle spiegelten die Realität nur teilweise wider, betont die Plattform. Der Mangel an
Sensibilisierung und
Ausbildung bei den Erstkontaktstellen sowie das Fehlen effektiver Zuweisungsmechanismen führten heute dazu,
dass diese oft komplexen Situationen in einigen Kantonen nicht erkannt würden. In den Kantonen, in denen
spezialisierte Organisationen oder Kooperationsvereinbarungen existierten, funktionierten der Opferschutz und
die Strafverfolgung dagegen, auch wenn es Verbesserungsbedarf gebe. Die Plattform Traite
fordert den
Bundesrat und die Kantone auf, sicherzustellen, dass ausreichende finanzielle Mittel für die Schaffung neuer
Angebote sowie die Stärkung bestehender Strukturen bereitgestellt werden.