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Die Hegi AG ist in Nachlassstundung

Oberburg:

Die Giesserei Hegi AG in Oberburg befindet sich in Nachlassstundung. Das Regionalgericht Emmental-Oberaargau hat das entsprechende Gesuch des Unternehmens genehmigt, wie im Schweizerischen Handelsamtsblatt vom 8. April publiziert wurde. Die Nachlassstundung begann am 13. April und dauert sechs Monate. Zu den Gründen und zum weiteren Vorgehen nahm die Giesserei Hegi AG bis Redaktionsschluss nicht Stellung. Der Gemeinderat Oberburg sei nicht informiert worden, sagt Gemeinderatspräsident Werner Kobel auf Anfrage. «Wir hoffen, die Nachlassstundung führt dazu, dass die Giesserei Hegi AG den Betrieb längerfristig erfolgreich weiterführen kann.» Auch die Sachwalterin, die Transliq AG, äussert sich nicht. Auf deren Webseite wird das Prozedere der Nachlassstundung grundsätzlich erklärt. Für Unternehmen in finanzieller Schräglage sei sie ein Sanierungsinstrument. Während dieser Zeit könne ein Unternehmen ohne das Risiko einer sofortigen Konkurseröffnung den Betrieb aufrecht erhalten. So könne man nach Lösungen für Gläubiger und Arbeitnehmer suchen. Nach einer Stundungsphase könne es zu einem Vergleich kommen, bei dem alle Gläubiger im gleichen Ausmass auf einen Teil der Forderungen verzichten. Der Betrieb könne danach im ähnlichen Umfang weitergeführt oder veräussert werden. Die andere Lösung sei die Liquidation.

23.04.2026 :: Silvia Wullschläger (sws)