«Gammenthal» heisst i aute Dokumänt geng chly angersch. / Bild: Ulrich Steiner (uss)
Für einisch fani nid miteme Ortsname a. Mir isch nämlech e Begriff usem Schwinge ufgfaue, wo aber de scho o öppis
mitere Ortsbezeichnig z tüe het. «Gamme». Eso heisst
eine vo de bekanntischte
Schwüng, wos git. Ganz viu gseht me d Variante «Gamme rächts». Dert isch es eso, dass dä, wo aagryfft,
mit sim rächte Bei usse um
ds lingge vom Gägner geit, das zu sich zieht, so dass dä när hingertsi i ds Sagmäu gheit. So
isch ömu d
Idee. Ds Wort «Gamme» stammt
usem Latinische u meint eigentlech e Stängu vonere
Pflanze. Im Schwyzerdütsche isch «Gamme» de bsungers für Gabelige brucht worde. D Bezeichnig vo däm Schwung isch
äue entstange, wüu me mit de Bei vom Gägner e Gabelig macht, für d z bodezbringe.
Öb e Schwinger, wo aus Gamme-Spezialischt het gulte, z Sumiswaud im «Gammethal» het gwohnt, weissi nid. Was i aber
cha säge, isch, dass die Ortsbezeichnig scho sehr aut isch. Ds eutischte Dokumänt isch usem Jahr 1389: Dert drinn
erwähnt isch e «Heini von Gametton» erwähnt. U när het d Schrybwys im Louf vor Zyt geng ume chly gänderet. I de
Amtsrächnige
vo 1528 isch de dä Ort mit «zuo Gammatten» notiert worde. Im
Sumiswauder Urbar vo 1530 steit «zuo Gamattann». Wieder chly speter, so um ds
Jahr 1780, isch imene Verzeichnis des Freystaates und der Republik Bern» de «Gameten» notiert worde. Wemene
die längi Gschicht aaluegt, de muess me säge, dass ersch 1838 die hütegi Schrybwys «Gammenthal» z ersch Mau
uftoucht. Wyter fingt me o no
«Obergammete», «Gammetewaud» u ds
«Gammeteloch». Itz isch d Frag, öb
das mitem Schwinge öppis z tüe het. Viellecht hets dert Matte gha, wo d Form wiene Gamme
- auso e Gabelig het gha. Grad eso aabiete tuet sech vom Gländ här aber eigentlech
nüt. Müglech isch vo däm här o, dass die Bezeichnig ursprünglech vom germanische «Gamm» chunnt, das würdi so viu
wie «e Gruppe Hüser» bedüte.