Schangnau: Im restlos ausverkauften Löwen-Saal bot der Jodlerklub Hohgant Schangnau ein vielseitiges Liederprogramm und die Theatergruppe sorgte für beste Unterhaltung.
Die Textpassage «Wott mi nid verstecke» aus dem ersten Liedvortrag, eingeflochten im Grusswort des Präsidenten Ulrich Egli, war zugleich das Motto des ganzen Anlasses. Die unter der Leitung von Barbara Egli-Unternährer einstudierten Lieder und Naturjodel liessen keine Wünsche offen. Einmal mehr bestätigte sich der ausgezeichnete Ruf, der dem Jodlerklub Hohgant vorausgeht. Auch die Liedvorträge von Barbara Egli-Unternährer überzeugten mit hohem Niveau. Sie gab ihr Können sowohl solo als auch im Duett abwechselnd mit ihrer Schwester, Franziska Portmann-Unternährer, und mit Matthias Gfeller zum Besten. Begleitet wurden sie gefühlvoll von Toni Lötscher am Schwyzerörgeli. Hier muss sich wahrlich niemand verstecken. Zum Schluss des Liederprogrammes war natürlich eine Zugabe fällig. Das Lied «Der Ustig isch cho» passte ausgezeichnet zu der Frühlingsstimmung der letzten Tage und wurde, wie alle vorangegangenen Vorträge, mit kräftigem Applaus belohnt.
Personeller Umbruch
Ulrich Egli, der auf unterhaltsame Weise durch das Programm führte, flocht in seine Ausführungen verschiedene Informationen über das Vereinsleben des Jodlerklubs Hohgant ein. So konnte beispielsweise Alfred Jordi die Ehrung zum Kantonalen Veteranen für fünfzig Jahre Mitgliedschaft im Verein entgegennehmen. Nach fünfzehn Jahren beabsichtigt Barbara Egli-Unternährer, als Dirigentin zurückzutreten. Die Leitung übernimmt künftig der bisherige Ersatzdirigent Christian Siegenthaler. Zu guter Letzt hat sich Ulrich Egli entschlossen, das Amt des Präsidenten in andere Hände weiterzugeben. Mit diesem hochmotivieren Verein wird es auch für die Nachfolger der Zurückgetretenen eine Freude sein, erfolgreich weiterzuarbeiten.
Theatergruppe glänzt mit Spielfreude
Anschliessend an das Konzertprogramm führte die Theatergruppe unter der Leitung von Claudia Gerber den Schwank «de Holz-Miggel», verfasst von Ralf Kaspari, auf. Auf subtile Weise und in unterhaltsamer Form wird die Heiligenverehrung sowie die Last eines öffentlichen Amtes aufs Korn genommen. Die Schauspielerinnen und Schauspieler verkörperten die Charaktere auf überzeugende Weise und mit grosser Spielfreude. Entsprechend begeistert war der Szenen- und Schlussapplaus.