Emil Petterson war letzte Woche in Langnau zu Besuch. / Bild: SCL Tigers
SCL Tigers: Vor gut drei Wochen ging die Saison für das Team von Timrå IK zu Ende. Jetzt hat Emil Pettersson erstmals über den Wechsel zu den Emmentalern gesprochen.
Es sei ihm nach vier Jahren nicht leicht gefallen, seinen Heimatklub Timrå IK zu verlassen und in die Schweiz zu den SCL Tigers zu wechseln, sagte Emil Pettersson in einem Interview mit Nathalie Vinroth, der Eishockey-Journalistin der Tageszeitung «Sundsvalls Tiding». Jeder Vereins- und Ligawechsel habe seine Vor- und Nachteile, fuhr der neue schwedische Mittelstürmer der Emmentaler fort, es gäbe immer verschiedene Faktoren, die man berücksichtigen müsse. Man habe nur eine Karriere und mit 34 müsse man sich gründlich überlegen, was man noch tun möchte. Timrå sei schliesslich ein grosser Teil seines Lebens und seiner Karriere, die er als Schüler bei den «Red Eagles», wie der Timrå IK auch genannt wird, begonnen habe.
Drittes Ausland-Abenteuer
Emil Pettersson nahm sich nach dem Saisonende reichlich Zeit, um das Angebot der SCL Tigers zu prüfen und schliesslich einen Einjahresvertrag zu unterschreiben. Er traf, wie er im «Sundsvall Tiding» erklärte, eine Jetzt oder nie-Entscheidung. «Wenn es den richtigen Zeitpunkt gibt, noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen, dann jetzt. Nun freue ich mich nach zwei Saisons in der American Hockey League bei Milwaukee und einem Jahr in Russland bei Spartak Moskau auf das dritte Auslandabenteuer meiner Karriere, diesmal in der Schweiz bei den SCL Tigers.» Die Entscheidung positiv beeinflusst hat zweifellos auch, dass mit Jonathan Dahlén sein bisheriger Sturmpartner und Kumpel nächste Saison ebenfalls für die Emmentaler stürmen wird. «Das wird ein Riesenspass», ist Emil Pettersson überzeugt. «Jonathan ´Jonte´ Dahlén und ich verstehen uns auf dem Eis fantastisch. In der abgelaufenen Saison sogar besser denn je.»
134 Tore, 41 davon im Powerplay
Bestätigt wird diese Aussage durch einen Blick auf die Statistiken. Aus der Mannschaft von Timrå, die wie die SCL Tigers die Play-Ins und die Playoffs verpassten, ragten Jonathan Dahlén und Emil Pettersson heraus. Dahlén wurde mit seinen 30 Toren in 50 Spielen Torschützenkönig in der SHL, der höchsten schwedischen Liga. Mit 101 Skorerpunkten (Dahlén 55, Pettersson 46) bildeten sie das zweitbes-te Stürmerduo der Liga hinter Oscar Lindberg und Rickard Hugg vom Qualifikationsersten Skellefteå AIK. In den letzten vier Saisons spielten die beiden neuen SCL Tigers-Schweden stets zusammen und haben für Timrå in rund 200 Qualifikationsspielen insgesamt 134 Tore erzielt, davon allein 41 im Powerplay (30,6 Prozent). Emil Pettersson zieht mit seiner Frau Fanny und den beiden kleinen Kindern ins Emmental. «Ich habe mit ihnen den Wechsel in die Schweiz besprochen und sie haben Ja gesagt. Bei einem Nein hätte ich Schweden nie verlassen.»