Aline Marti (links) und Marla Siegenthaler steuerten je drei Skorerpunkte zu den beiden Skorps-Siegen vom Wochenende bei. / Bild: Janine Sahli (jsb)
Unihockey: Dank zwei Siegen von Skorpion Emmental ist die Serie gegen die Wizards Bern Burgdorf nach vier Spielen völlig offen. Spätestens am Sonntag ist klar, wer im Superfinal spielt.
Immer wieder bemühen Spielerinnen oder Trainer während den Playoffs den vielgehörten Satz: «Entscheidend ist, wer sich im Verlauf der Serie steigern kann.» In den Augen vieler Aussenstehender mag das eine Floskel sein. Aber es ist mehr. Gerade in einer Best-of-7-Serie ist es eine Tugend, wie Skorpion Emmental gerade wieder einmal beweist.
Spiel 1 der Serie ging absolut verdient an die Wizards Bern Burgdorf – 6:1 siegten die Qualifikationssiegerinnen. Im zweiten Spiel konnten sich die Skorps zwar steigern, unterlagen aber dennoch 4:5.
Im dritten Spiel der Serie, das am Samstag erneut in Burgdorf stattfand, zeigten sich die Skorps wiederum verbessert. Dennoch lagen sie nach zwei Dritteln noch 1:3 zurück – weil das Heimteam im ersten Drittel zwei identische Tore aus dem Pressing heraus erzielte und allgemein effizienter war. Im letzten Drittel wurden die Bemühungen der Skorps dann belohnt – drei Tore innert zweieinhalb Minuten sorgten für die Wende, zwei weitere Treffer in der Schlussminute für die Entscheidung.
Tags darauf zeigten die Skorps dann vor Heimpublikum die bisher beste Leistung der Serie. 5:0 führten sie nach 40 Minuten. In der 49. Minute trafen die Wizards bei sechs gegen vier Feldspielerinnen erstmals. Eng wurde es aber nicht mehr, der Treffer von Alyssa Buri zum 6:1 besiegelte den Heimsieg und damit den Ausgleich zum 2:2 in der Serie. «Wir haben endlich das aufs Feld gebracht, was wir von uns erwarten, und deutlich weniger Eigenfehler gemacht», sagte Selma Bergmann im Interview nach dem Spiel. Die Skorps-Stürmerin wurde von Trainer Benjamin Abplanalp vor Kurzem zur Verteidigerin umfunktioniert und überzeugt seither auf der neuen Position. Die von ihr angesprochenen individuellen Fehler waren die ganze Serie über bei beiden Teams ein grosses Thema. Was passiert, wenn man diese minimieren kann, zeigten die Skorps am Sonntag eindrücklich.
Das letzte Spiel in der BOE
Nun ist es an den Wizards, sich zu verbessern und neue Lösungen zu finden. Viel Zeit bleibt nicht: Das fünfte Spiel findet heute Donnerstagabend in Burgdorf statt.
Mit dem 2:2 in der Serie steht auch fest, dass Skorpion Emmental am Samstag das letzte Heimspiel in der Ballsporthalle Oberemmental in Zollbrück bestreiten wird. Auf die neue Saison hin wird das Forum Sumiswald zur neuen Heimhalle. Ein weiteres Heimspiel wird es diese Saison nicht mehr geben. Ein allfälliges siebtes Halbfinalspiel würde am Sonntag in Burgdorf stattfinden. Spätestens dann wird feststehen, welches der beiden Berner Teams am 25. April den Superfinal in Fribourg bestreiten wird.
Wer dort der Gegner sein wird, ist noch nicht klar. Zug hat mit dem 8:5-Sieg am Dienstag die Serie gegen die Jets verlängert.