Kanton Luzern:
Die angespannte Situation im Justizvollzug soll nachhaltig entschärft und zukunftsfähig ausgerichtet werden, teilt
das Justiz- und Sicherheitsdepartement des Kantons Luzern mit. Dazu legt der Regierungsrat einen Planungsbericht mit
26 gestaffelten Massnahmen vor. Ziel sei es, Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit und wirksame Resozialisierung
langfristig sicherzustellen.
Neben der Schaffung zusätzlicher Vollzugsplätze soll die psychiatrische Betreuung im Strafvollzug ausgebaut werden,
etwa durch zusätzliche Visiten und Notfallangebote. Aufgrund der hohen Zahl an Ersatzfreiheitsstrafen ist eine
Bussenumwandlungsstelle vorgesehen. Diese berät absprachefähige Personen und koordiniert Zahlungslösungen oder
Umwandlungen in gemeinnützige Arbeit, um Hafttage zu vermeiden. Der Planungsbericht sieht mittelfristig einen Ausbau
der psychiatrischen und therapeutischen Betreuung im Justizvollzug vor. So sollen forensisch unterstützte
Behandlungsplätze geschaffen werden, die fachliche Betreuung bis zum Eintritt in eine stationäre Therapie
sicherstellen. Weiter soll die Gewaltprävention gefördert werden.
Die Umsetzung führe ab 2028 zu Mehrkosten von rund sieben Millionen Franken und ab 2029 von rund elf Millionen
Franken gegenüber dem Aufgaben- und Finanzplan 2026, schreibt das Justiz- und Sicherheitsdepartement. Die
öffentliche Vernehmlassung zum Planungsbericht läuft bis am 10. Juli 2026.