Dank gutem Teamgeist über den Strich?

Dank gutem Teamgeist über den Strich?
Philipp Brechbühl setzt für die Rückrunde auf eine solide Defensive und den guten Teamgeist. / Bild: Stephan Schori (ssr)
Fussball: Am Samstag startet die 2. Liga in die Rückrunde. Konolfingens Trainer Philipp Brechbühl erklärt, wie es um sein Team steht und wie es vom Abstiegsplatz wegkommen will.

Philipp Brechbühl, wie geht es Ihnen?

Gut, aber besch?ftigt. Gerade in der Saisonvorbereitung, wo wir dreimal die Woche auf dem Feld stehen und noch Testspiele haben, sind meine Kapazit?ten sicherlich ausgelastet.


Wie nehmen Sie die Stimmung im Team wahr?

Die Stimmung in der Garderobe ist trotz fehlender Ergebnisse locker. Es werden Witze gemacht, verletzte Spieler kommen trotz ihres Gesundheitszustandes mit ins Trainingslager, insgesamt ist die Stimmung gut.


Gibt es Neuigkeiten zur -Kadersituation?

Das Kader ist sehr d?nn, wir haben einige Verletzte und demnach keine Breite. Gerade in solchen Momenten schmerzt jeder Spieler, der ausf?llt. Deshalb suchten wir nach Neuzug?ngen, jedoch hat es leider nie ganz -gepasst. Aktuell versuchen wir das Kader so gut wie m?glich mit Jugendspielern und Spielern aus der zweiten Mannschaft zu erweitern.


Wie sieht der aktuelle Formstand aus, auch im Vergleich zur Hinrunde?

Wir befinden uns auf einem gutem Weg. Trotz der personellen Ausf?lle zeigt die Tendenz in die richtige Richtung. Nach dem grossen Umbruch letzten Sommer lief vieles einfach nicht in unserem Sinne.


Also mangelt es der Mannschaft nicht an Selbstvertrauen?

Wenn der Erfolg ausbleibt ist es normal, dass das Selbstvertrauen zu einem gewissen Grad leidet. Erst k?rzlich habe ich in einem Interview mit Alexander Hack, Innenverteidiger beim FC Z?rich, gelesen, dass man auch ohne Selbstvertrauen k?mpfen, schiessen oder blocken kann. Genau einen solchen Leitsatz braucht es bei uns auch.


Mit Blick auf die Tabelle sieht man, dass insbesondere die Anzahl Gegentore zu hoch ist. Wie sah die Vorbereitung aus, um dies zu beheben?

Ja, einer der Ankerpunkte war definitiv das Verteidigen. Mit Blick auf den Profifussball zeigt es sich immer wieder, dass diejenigen Mannschaften Erfolge feiern, die hinten ein solides Grundkonstrukt haben und nicht unbedingt jene, die enorm viele Tore schiessen. Der Hebel wurde daher prim?r in der Defensive angesetzt. Nat?rlich haben wir dennoch auch die Angriffsausl?sung trainiert, weil ganz einseitig ist das Problem nicht. Im Verlauf der bisherigen Vorbereitung hat das ganz gut funktioniert. Wir konnten einige Ergebnisse einfahren und aus den Einheiten und Spielen immer etwas mitnehmen. N?chste Woche fahren wir dann als Mannschaft noch vier Tage ins Tessin, wo wir uns, hoffentlich bei sch?nem Wetter, den Feinschliff f?r den R?ckrundenstart holen k?nnen.


Was erhoffen Sie sich neben -positiven Resultaten?

Am wichtigsten ist f?r mich der Auftritt als Einheit auf dem Platz. Im ersten Spiel ist unser Kapit?n noch gesperrt und wird fehlen. Das Spiel wird also zeigen, wie die Jungs damit umgehen. Die ersten Partien dienen als Orientierungshilfe, um zu sehen, wo wir nun wirklich stehen und woran wir weiterarbeiten m?ssen.


Und wie will man am Ende über dem Strich stehen?

Es geht ?ber das kollektive «Wir». Die Mannschaft braucht nicht den sch?nsten Tiki-Taka-Fussball zu spielen, aber der Wille und die Bereitschaft m?ssen da sein. In der Hinrunde spielten wir vier Mal unentschieden und verloren die gleiche Anzahl Spiele mit einem Tor Differenz. An solchen Dingen muss man sich festhalten und hochziehen, denn es fehlt nicht viel. Kehrt sich das Wettkampfgl?ck ein wenig mehr auf unsere Seite, ist vieles m?glich, wie man ja im Cup gut sieht. Dort stehen wir im Viertel-final. Darum m?ssen wir von Spiel zu Spiel weiterschauen und alles daran setzen, um das Blatt noch zu wenden.


Zum Schluss: Was stimmt Sie als -Trainer optimistisch?

Nach meiner Ansicht ist die Stimmung im Team ausschlaggebend, das macht eine erfolgreiche Aufholjagd m?glich. Wir helfen einander und haben Spass miteinander. Wenn wir diese Atmosph?re auf das Feld ?bertragen k?nnen, dann bin ich zuversichtlich.

19.03.2026 :: Morris Imseng