1,2 Millionen für Strassensanierung

1,2 Millionen für Strassensanierung
Die Rämisstrasse weist Löcher und weitere Mängel auf. / Bild: Bruno Zürcher (zue)
Langnau: Die Strasse von Ober Mösli bis Ober Hochgrat wird umfassend saniert. Bei den Kosten von 1,2 Millionen Franken gab ein Posten besonders zu reden.

PAK ist die Abkürzung für die Stoffgruppe «Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe». Obwohl diese Abkürzung wohl den wenigsten ein Begriff sein dürfte, kommen fast alle diesen recht nahe. Sie stecken nämlich in manchen Asphaltbelägen; zum Beispiel in der Rämisstrasse nördlich von Langnau. Wird der Grenzwert an PAK überschritten, muss bei einer Sanierung der Strasse der Belag ausgebaut und entsorgt werden. «Alleine die Entsorgung des Belags kostet 270'000 Franken», hielt Beat Blaser von der SVP fest. Und in der Schweiz gebe es nur ein Endlager. «Da frage ich mich schon, wo dann bei den weiten Transporten die Ökologie bleibt.» Für die Sanierung des 2,3 Kilometer langen Strassenstücks von Ober Mösli bis Ober Hochgrat sind Kosten von total 1,2 Millionen Franken veranschlagt. Den Mitgliedern des Langnauer Parlaments dürfte die Zustimmung auch leichter gefallen sein, weil Bund und Kanton insgesamt 57 Prozent beisteuern. Die Subventionen seien so hoch, weil nicht weniger als 18 ganzjährig bewirtschaftete Landwirtschaftsbetriebe über die Strasse erschlossen werden, wie Gemeinderat Michael Reber informierte.


Der Kataster kommt

Die SP stimmte zwar dem Kredit auch zu, «aber wir fragen uns, ob das Geld am richtigen Ort und zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt wird», sprach Ivo Strahm, SP. Der Strassenkataster, welches aufzeigen soll, welche Strasse wann erneuert werden müsse, liege nach wie vor nicht vor. Darauf entgegnete Reber, der Kataster existiere, sei aber noch nicht ganz komplett. Auch bei der zweiten Frage der SP, ob das Wegstück, das bislang noch nicht asphaltiert sei, neu mit einem solchen Belag versehen werde, konnte Gemeinderat Michael Reber Entwarnung geben: «Dieses Wegstück ist gut in Schuss und wird auch künftig keinen Asphaltbelag haben.»

19.03.2026 :: Bruno Zürcher (zue)