Leichtigkeit und Humor - Dünger fürs Herz

Leichtigkeit und Humor - Dünger fürs Herz
Die Humortrainerin Jacqueline Rüfenacht bringt beispielsweise mit farbigen Socken Verspieltheit in den Alltag. / Bild: Rebekka Schüpbach (srz)
Bärau: Am Bäregg-Frauen-Forum des Inforama wurde viel gelacht. Es ging darum, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen, Lustiges aktiv in den Alltag zu bringen und wieder etwas Kind zu sein.

Bei perfektem Frühlingswetter fanden 32 Frauen aus der Landwirtschaft den Weg ins Inforama auf der Bäregg. Sie kamen aus dem ganzen Kanton Bern nach Bärau und freuten sich auf einen gemütlichen Nachmittag. Einige erhofften sich zudem gute Tipps für mehr Leichtigkeit im Alltag, stand das 26. Bäregg-Frauen-Forum doch unter dem Titel «Humor, der beste Dünger fürs Herz».


Falsche Schuhe und Anklopfer

In Sachen Ungezwungenheit kennt sie sich bestens aus - die Referentin des Forums Jacqueline Rüfenacht ist ausgebildete Humor-Trainerin. Zum Einstieg stellte sie den Teilnehmerinnen eine Gruppen-Aufgabe: «Erzählt einander Erlebnisse, die euch in eurem Leben zum Lachen brachten.» So kamen einige Anekdoten zusammen. «Ich habe in der Badi-Garderobe fremde Schuhe angezogen und es erst später bemerkt», erzählte eine der Frauen. Eine andere erinnerte sich an einen bestimmten Arbeitstag: «Bei uns ist es üblich, dass man vor dem Betreten des Büros an die Türe klopft. Ich war an besagtem Tag so müde, dass ich beim Verlassen des Büros ebenfalls anklopfte!» Es gehe darum, sagte die Referentin, über sich selbst lachen zu können, anstatt sich aufzuregen. Man könne auch aktiv etwas Humor in den Alltag bringen, erklärte sie anhand der Regeln der Komik und zeigte als Beispiel auf ihre unterschiedlichen knallbunten Socken, die weder zueinander noch zum restlichen Outfit passten. Später begab sie sich mit den Teilnehmerinnen und der Hilfe einer Klangschale auf eine mentale Reise zum inneren Kind. Genau genommen zum jüngeren «Ich», das noch wegen Kleinigkeiten lachen konnte. «Kinder lachen viel häufiger als Erwachsene», betonte Jacqueline Rüfenacht.


«Nicht mehr alles so ernst nehmen»

Gelacht und geredet wurde an diesem Nachmittag viel - meistens bei den Gruppenarbeiten, die einen Grossteil der Zeit beanspruchten. Nicht immer blieben die Gespräche beim Thema. «Ich habe bei der letzten Übung gar nicht genau verstanden, was wir eigentlich machen sollen», sagte eine Frau in einer Pause und eine andere ergänzte: «Mir war die Aufgabenstellung wohl zu hoch.» Eine Teilnehmerin vermisste konkrete Werkzeuge, die sie in ihrem Alltag und in bestimmten Situationen anwenden kann. Andere wiederum genossen es einfach, wieder mal etwas anderes erlebt und gehört zu haben. «Ich habe mir vorgenommen, nicht mehr alles so ernst zu nehmen», bilanzierte eine Teilnehmerin. 

Ein positives Fazit zog auch die Referentin Jacqueline Rüfenacht: «Es herrschte eine sehr schöne Atmosphäre mit viel weiblicher Energie.» Auch die Organisatorin vom Inforama, Andrina Stettler, schaut ein paar Tage später zufrieden zurück: «Die Rückmeldungen waren mehrheitlich positiv.» Am Frauenforum werde unter anderem der Austausch untereinander sehr geschätzt. Auch diesmal habe sie dies so erlebt. «Schön fand ich auch, dass verschiedene Generationen am Anlass teilgenommen haben», meinte Stettler mit einem Lächeln.

19.03.2026 :: Rebekka Schüpbach (srz)