Der zweistöckige Anbau am Dändlikerhaus wird um ein weiteres Stockwerk mit sechs Zimmern erhöht. / Bild: hol
Ranflüh: Der alte Wohnteil im Dändlikerhaus wird saniert. Die Zimmer sollen vergrössert und mit einem eigenen Nassraum versehen werden. Zudem wird der Anbau ein Stockwerk höher.
Das Alters- und Pflegeheim «Dändlikerhaus» in Ranflüh gehört alleinig dem gemeinnützigen Frauenverein Lützelflüh. Im Jahr 1908 wurde das eindrucksvolle Rieghaus von Johann und Katharina Oberli-Thönen erbaut und als «Hôtel Pension Emmental» geführt. 1926 übernahm die Salem-Stiftung Bern das Hotel. Es diente als Ferienhaus für Schwestern des Salem-Spitals, und später als Ruhehaus für betagte Diakonissinnen. Zu Ehren von Sophie Dändliker-von Wurstemberger, der Gründerin der Salem-Stiftung, nannte man es fortan «Dändlikerhaus». 1984 gelangte es in den Besitz des Frauenvereins Lützelflüh, mit der Auflage, weiterhin eine Altersinstitution zu führen. In den vergangenen Jahren hat die heutige Aktiengesellschaft das Angebot auf insgesamt einundzwanzig Einzelzimmer erweitert, mit einem neuen Anbau an das Mutterhaus. Die Zimmer im «Pavillon» sind hell, freundlich und entsprechen einem modernen Standard mit eigenem Nassraum. Für die Bewohnenden der zwölf Zimmer im Altbau des ehemaligen Hotels befinden sich die Duschen und Toiletten dagegen immer noch zur gemeinsamen Nutzung auf dem Korridor.
Grössere Zimmer, eigener Nassraum
«Die gemeinsamen Nassräume entsprechen nicht den verdienten Ansprüchen der betagten Menschen im Dändlikerhaus. Die Sanierung soll dies ändern», erklären der Geschäftsführer Erich Hurni und der Verwaltungsratspräsident Beat Iseli. Als Erstes wird der zweistöckige Pavillon um ein Stockwerk mit sechs neuen Zimmern erhöht, die im Lauf des Sommers von Bewohnenden des Altbaus bezogen werden. Danach kann mit der Sanierung des über hundertjährigen Mutterhauses begonnen werden. Aus den zwölf Zimmern, auf zwei Stockwerken verteilt, entstehen neu insgesamt acht grössere Zimmer mit eigener Dusche und Toilette. Zudem wird die alte und enge Holztreppe durch einen offenen Treppenaufgang ersetzt. Ein neuer Aufzug ist bereits eingebaut und seit einigen Tagen in Betrieb. Einzig der Essraum in der ehemaligen Gaststube soll mit dem teils ursprünglich erhaltenen Innenausbau an das frühere Hotel Emmental erinnern.
Mehr Lebensqualität bieten
Heute wohnen 21 pflegebedürftige Menschen im sorgsam betreuten Umfeld im Dändlikerhaus. «Das soll auch so bleiben», betont Erich Hurni. «Wir wollen mit dem Umbau nicht wachsen, sondern unseren Bewohnenden eine gute Lebensqualität in familiärem Umfeld bieten.» Ungefähr dreieinhalb Millionen Franken kostet das gesamte Projekt. «Finanziell sind wir so aufgestellt, dass diese Sanierung, wie bereits die bisherigen Umbauten, für uns gut tragbar ist», betont Beat Iseli. Die Umbauarbeiten dauern voraussichtlich bis zum Ende des nächsten Jahres. Danach entsprechen auch die Zimmer im alten Dändlikerhaus dem erforderlichen Standard eines Alters- und Pflegeheimes.