Versammlung der Pachtvereinigung

Versammlung der Pachtvereinigung
Grosser Einsatz für kleine Fische. Mitglieder an der Arbeit. / Bild: Pedro Neuenschwander (pnz)
Emmental: Je sieben Vertreter der beiden grossen Fischerei­vereine Langnau und Burgdorf folgten der Einladung der Pachtvereinigung zur Delegierten­versammlung nach Langnau.

«Ich freue mich und bin stolz, die Dachorganisation der zwei grössten Fischereivereine des Kantons Bern präsidieren zu dürfen», hielt Toni Liechti einleitend zur Delegiertenversammlung fest. Je sieben Vertreter der Fischereivereine Langnau und Burgdorf waren der Einladung der Vereinigung gefolgt. Deren Aufgaben seien unter anderem die Pacht von Fischereigewässern, die Bewirtschaftung und der Schutz der Fischbestände sowie der Betrieb einer Muttertieranlage, führte Liechti aus.


Zukunft wird herausfordernd

Nebst den bekannten Auswirkungen des sich verändernden Klimas steht die Fischerei in der Region vor einer neuen Herausforderung. Der Gewässerrichtplan Emme werde die Flusslandschaften der Emme und deren Zuflüsse in den nächsten drei Jahrzehnten enorm verändern, so Liechti. Im Gewässerrichtplan werden die Massnahmen in den Bereichen Hochwasserschutz und Ökologie geregelt. Er stimmt unterschiedliche Interessen aufeinander ab und ist Schnittstelle von Landwirtschaft, Grundwasser, Wassernutzung, Wald und Naherholung. Damit soll Planungssicherheit geschaffen werden und künftige Projekte sollen schneller umgesetzt werden können. «Vor den Auswirkungen auf die Fischpopulation habe ich grossen Respekt», meinte Präsident Toni Liechti. Er sei auf personelle Unterstützung bei der Begleitung der Projekte angewiesen.


Einsatz für die Bewirtschaftung

Während die Spezialisten des Fischereivereins Burgdorf im letzten Jahr von Notabfischungen verschont blieben, standen die Männer des Langnauer Vereins an 24 Mal im Einsatz. Insgesamt konnten dabei über 3600 Fische umgesiedelt werden. In der Muttertieranlage konnten die Unterhalts-, Reinigungs- und Streif-Arbeiten von den bewährten Teams beider Vereine an Samstagen im November und Dezember in 753 Arbeitsstunden erledigt werden. «Ganz erfreulich ist, dass beide Vereine auch junge Mitglieder für die Einsätze in der Anlage motivieren konnten», erklärte der Vorsitzende. Daneben engagierten sich die beiden Vereine mit grosser Beteiligung am Gewässerputztag und führten Fischessen und Fischerbörsen durch.


Freiwillige Fischereiaufseher

Drei freiwillige Fischereiaufseher haben demissioniert. Werner Wüthrich (30 Jahre im Amt), Beat Bärtschi (20 Jahre) und Daniel Fischer (4 Jahre) wurden von der Pachtvereinigung und dem Kantonalen Fischereiaufseher, Thomas Maurer, geehrt. Thomas Kämpf, Sascha Haas und Colin Moser treten in deren Fussstapfen. Wie Maurer bereits bei den lokalen Versammlungen der Vereine kommunizierte, gibt es seit dem 1. Januar 2026 verschiedene Änderungen in den Fischereivorschriften. So ist zum Angeln von Äschen neu ein Zusatzpatent erforderlich. Da Fische aufgrund eines kleineren Bestands mehr Nahrung finden sowie aufgrund der Wassererwärmung schneller wachsen, wurde das Mindestfangmass der Forellen in Emme und Ilfis angehoben.

26.02.2026 :: Pedro Neuenschwander (pnz)