Kanton Bern:
Eineinhalb Monate vor den Wahlen sind 35 Budget-Meldungen für die Grossratswahlen und vier für die
Regierungsratswahlen eingegangen. Dies meldet die Berner Staatskanzlei. Verbotene anonyme Spenden von über 1000
Franken seien keine gemeldet worden.
«Bei den Regierungs- und Grossratswahlen 2026 müssen erstmals alle politischen Akteure ihre Kampagnenbudgets melden,
sofern die Aufwendungen 30'000 Franken überschreiten», steht in der Mitteilung der Staatskanzlei weiter. Im
Unterschied zur Transparenzpflicht auf Bundesebene müssen Parteien und Kandidierende im Kanton Bern nicht
detailliert aufführen, von wem sie Geld erhalten haben. Einzelne Spenden von über 9000 Franken müssen aber separat
deklariert werden.
Nach den Wahlen haben die Parteien 60 Tage Zeit, ihre Schlussabrechnung einzureichen. Die kantonale Finanzkontrolle
prüft die gemeldeten Zahlen. Sie kann Nachweise und Erklärungen verlangen und Prüfungen vor Ort durchführen. Die
Ergebnisse der Kontrollen werden später in einem Bericht zusammengefasst und veröffentlicht.
Die finanzierten Kampagnen, die Beträge und die Namen der politischen Akteure sind auf www.pofwork.be.ch einsehbar.