Der Langnauer Otto Wittwer durfte 1964 an die Olympischen Spiele. / Bild: zvg
Morgen Freitag werden die Olympischen Winterspiele Milano?/?Cortina 2026 eröffnet. Das Eishockeyturnier wird seit
1924 zum 25. Mal ausgetragen. Der erste Langnauer mit einer
Olympiateilnahme war 1964 der heute 88-jährige Otto Wittwer. Der Verteidiger bildete zusammen mit zwei
Torhütern, vier weiteren Abwehrspielern und zehn Stürmern das Schweizer Team, das sich dank eines 5:1-Sieges
gegen Norwegen für die Gruppe A qualifizierte. Gegen die weltbesten Mannschaften waren die Schweizer am Turnier
in Innsbruck jedoch hoffnungslos überfordert. Es gab ein 0:8 gegen Kanada, ein 0:15 gegen Olympiasieger
Sowjetunion oder ein 0:12 gegen Schweden, das Silber gewann. Kein Wunder landeten die Schweizer auf Rang 8 mit
null Punkten und einem Torverhältnis von 9:57. «Als reine Amateure hatten wir keinen Wunsch», wie Otto Wittwer
im Buch «Ho, ho, hopp Langnau» beschreibt. «Wir trainierten während des Turniers einmal pro Tag und schauten bei
anderen Sportarten zu. Die russischen Staatsamateure hingegen büffelten schon morgens um 6.00 Uhr Kondition.»
Ungeschlagen reisten die Russen jedoch nicht aus Innsbruck ab. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit revanchierten
sich «Little Otto» - wie der knapp 1,70 Meter kleine Emmentaler genannt wurde - und seine Teamkameraden an den
Russen. «Im Spielsaal des Athletendorfes schlugen wir sie im Tischfussball. Da haben wir ihnen den Meister
gezeigt», erzählt Otto Wittwer schmunzelnd. So kam er doch noch zu einem olympischen
Erfolgserlebnis. Übrigens: Cheftrainer der Schweden war
an Olympia 1964 Arne «Ätti» Strömberg, der später Headcoach der Langnauer war (1979 bis 81).