Das dritte Viertel der Qualifikation: Die SCL Tigers hatten viel zu jubeln. / Bild: Peter Eggimann (ped)
20 Punkte gewannen die
SCL Tigers im dritten Viertel der Qualifikation 2025/26. Für diese
13 Spiele ist dies ein neuer Bestwert unter der Führung von Headcoach Thierry Paterlini. In den Vorjahren lagen den
Emmentalern die Spieltage zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar mit den Unterbrüchen wegen der
Nationalmannschaft und dem Spengler Cup nicht besonders. Immerhin 18 Punkte waren es in der
ersten Saison
unter der neuen sportlichen Leitung (2022/23), dann aber blieben die SCL Tigers mit zehn Punkten (23/24) und 13
(24/25)
unter ihren Möglichkeiten. Die jetzt erkämpften 20 Punkte sind umso bemerkenswerter, weil allein in den
letzten fünf Spielen mit Björninen, Petersson und Pesonen, Boltshauser, Baltisberger und Rohrbach mehrere
Führungsspieler verletzungs- oder krankheitsbedingt für ein oder mehrere Spiele ersetzt werden mussten.
1,84 Gegentore - das ist
der ausgezeichnete Durchschnitt der SCL Tigers-Goalies Robin Meyer und Luca Boltshauser in
der so wichtigen 5:5-Spielsituation, also ohne die 24 Gegentreffer in Unterzahl. Sie bilden einen mehr als
nur
soliden Rückhalt und geben der Mannschaft in mindestens zwei von drei Spielen eine Chance zum Gewinn von Punkten. Es
verwundert deshalb auch nicht, dass sie in der National League eines der stärksten Torhüterduos bilden. In der
Tabelle der Abwehrquote belegen sie mit 91,9 Prozent den vierten Rang. Den besten Wert weist das Duo
Hrubec/Zumbühl der ZSC Lions mit einer Abwehrquote von 92,5 Prozent auf. Dahinter folgen die Davoser
Aeschlimann/Hollenstein und Schlegel/van Pottelberghe von Lugano mit je 92,2 Prozent. Die Langnauer
Goalies
liegen vor Reideborn/Zurkirchen
(SC Bern; 91,8), Lausanne (Hughes/
Pasche; 91,3) und
Berra/Galley (Fribourg; 91,0). Unter der 91,0-Marke blieben bisher Genoni/Wolf (Zug; 90,8) und Charlin/Meyer
(Servette; 90,5). Der Gegentordurchschnitt von Boltshauser und Meyer reicht mit 2,46 für Platz 7 hinter den ZSC
Lions (2,01), Fribourg und Lugano (je 2,13), dem SCB (2,15), Davos (2,29) und Lausanne (2,45).
2 Nuller
nur kassierten die SCL Tigers in den letzten zwölf Heimspielen; und zwar gegen Lausanne (3:4) und Lugano (2:4).
Zehnmal verliessen sie das Eis
mit einem, zwei oder drei Punkten. Die positive Heimserie begann Mitte Oktober nach bloss zehn Punkten aus den
ersten sieben Partien vor eigenem Anhang. Die Steigerung wird mit dem aktuell siebten Zwischenrang belohnt.
Wollen sich die Langnauer auf einem der vier Play-In-Plätze (7 bis 10) behaupten, so müssen sie auch im letzten
Viertel der Qualifikation mit ihrer Heimstärke auftrumpfen. Und auch noch den letzten Nuller in ihrer
Saisonbilanz auslöschen - gegen Rapperswil gab es bisher drei Niederlagen (1:5, 1:4, 1:2).