Der neue Pfarrer wurde eingesetzt

Der neue Pfarrer  wurde eingesetzt
Pfarrer Adrian Hartmann: «Ich möchte für die Menschen da sein.» / Bild: Sylvia Ammann (sal)
Langnau: Am Sonntag fand die Amtseinsetzung des neuen Pfarrers Adrian Hartmann statt. Nach seinem Vikariat in Konolfingen arbeitet er bereits seit dem 1. Oktober in Langnau.

Pfarrer Samuel Burger aus Konolfingen nahm die Amtseinsetzung vor. Er erinnerte an das Gelübde zur Ordination, in welchem ein neu ausgebildeter Pfarrer sich verpflichtet, Diener am göttlichen Wort zu sein und seelische und leibliche Not zu bekämpfen. Adrian Hartmann gab sein Ja zu diesem Dienst in Langnau. Der Präsident Stefan Bongiovanni sicherte ihm die Unterstützung des Kirchgemeinderates zu.

Pfarrer Adrian Hartmann richtete ein paar Worte an die Gottesdienstbesuchenden: «Dein Reich komme» aus dem Vaterunser-Gebet sei ihm wichtig, nicht nur im Himmel, sondern auch auf der Erde. Er möchte da sein für die Menschen und den eigenen Glauben erweitern. Er dankte dem Team für den guten Einstieg und die Unterstützung.

Gefragt, warum er nach Langnau gekommen sei, meinte Adrian Hartmann, er wolle in einem Teampfarramt in seinen Zweitberuf einsteigen. An der Stellenausschreibung von Langnau habe ihn die Offenheit, die Möglichkeit, eigene Schwerpunkte zu setzen, und die Zusammenarbeit im Team – sogar mit einer Sozialdiako-nin und einem Sekretariat – angesprochen. «Werte wie Dankbarkeit und Grosszügigkeit sind mir wichtig», betonte Hartmann. Theologie habe ihn schon immer interessiert. «In persönlichen Krisen habe ich meinen Glauben als stärkend erlebt und möchte diese Erfahrung weitergeben.»

Adrian Hartmann arbeitet zu 50 Prozent in Langnau. Jeweils am Donnerstag ist er fix vor Ort und sonst nach Bedarf. Seine Frau studiere noch und er sei auch im Haushalt und Kinderbetreuung engagiert.


Musikalische Gestaltung und Verse

Musikalisch wurde die Feier von Lilien Kwok mit Orgel und Flügel und vom Kirchenchor gestaltet. Samuel Burger aus Konolfingen hatte Verse aus dem 29. Kapitel des Jeremiabuches für die Predigt ausgewählt. Er führte aus, dass diese Verse aus einem Brief an die Verbannten in Babylon stammen. Sie sollten ihnen Mut machen nicht zu resignieren sondern sich zu engagieren, auch wenn sie Kanäle für ihre Bezwinger graben mussten. Denn wenn es den Menschen in Babylon gut gehe, sei dies auch zu ihrem Wohl. Gott suchen und sich von ihm finden lassen, gebe Hoffnung. «Unser Glaube reift in der Auseinandersetzung mit anderen,» betonte Samuel Burger.

08.01.2026 :: Sylvia Ammann (sal)