Für die SCL Tigers gab es zum Jahresauftakt viel Grund zum Jubeln. / Bild: Peter Eggimann (ped)
SCL Tigers: Trotz gewichtiger Ausfälle holen sich die SCL Tigers in den ersten drei Spielen des neuen Jahres Siege gegen Direktkonkurrenten und sieben von neun möglichen Punkten.
Es waren zwei wichtige Spiele, welche die SCL Tigers am ersten Wochenende des neuen Jahres zu bestreiten hatten. Mit dem HC Ambri Piotta und dem EHC Biel trafen sie auf zwei direkte Konkurrenten um die Plätze 7 bis 10 - und zeigten sich von der besten Seite. Nachdem am Freitagabend im Tessin bereits Luca Boltshauser ohne Gegentor blieb, erzielte am Folgetag auch Robin Meyer in der heimischen Ilfishalle seinen dritten Shutout in dieser Saison. Da gleichzeitig auch die Offensive zu überzeugen wusste und insgesamt sieben Mal einnetzte, dürfen die Tigers auf zwei äusserst erfolgreiche Partien zurückblicken. Zum restlos perfekten Jahresstart fehlten nur gerade zwei Minuten und 23 Sekunden - so viel vor der Schlusssirene mussten die Langnauer am Dienstag in Fribourg den Ausgleich zum 3:3 hinnehmen. Trotz der Niederlage nach Penaltyschiessen darf man auch mit dem Punkt beim Zweitklassierten zufrieden sein.
Leistungsträger fehlten
Dabei schienen die Vorzeichen alles andere als optimal: Die beiden Stürmer mit der meisten Eiszeit waren nicht einsatzfähig - Hannes Björninen fällt mit einer Knieverletzung längerfristig aus, Captain Harri Pesonen musste krankheitsbedingt passen. Wie schon so oft in solchen Situationen stellten die SCL Tigers ihren Teamzusammenhalt unter Beweis. Anstelle der beiden Routiniers sprangen andere in die Bresche: Joel Salzgeber erzielte gegen Ambri sein erstes, Dario Allenspach sein zweites Saisontor. Zu überzeugen vermochte auch Joshua Fahrni, der in den beiden Spielen vom Wochenende jeweils rund 18 Minuten auf dem Eis stand - und damit weit mehr als doppelt so viel wie in den vorangegangenen Spielen. Der 23-Jährige, für den die erste Saisonhälfte auch aufgrund einer langen Verletzungspause nicht wie gewünscht verlief, verstärkte zuletzt IFK Helsinki am Spengler Cup in Davos. «Das war ein unglaubliches Erlebnis. Am Spengler Cup zu spielen, war immer ein Traum von mir.» Möglich wurde die Realisierung dieses Traums dank Fahrnis Agenten, der zusammen mit den SCL Tigers den Deal mit dem finnischen Klub einfädeln konnte. Das Einfügen in das skandinavische Team ist Fahrni leicht gefallen: «Auch wenn das Spielsystem logischerweise nicht genau gleich wie bei den Tigers war, Hockey ist schlussendlich Hockey.» Dass er den Schwung aus Davos nun gleich mit nach Langnau nehmen konnte und mit mehr Spielzeit belohnt wurde, freut den gebürtigen Thuner sehr. «Ich hatte viel Energie und habe alles gegeben, was ich konnte.»
Der Januar bleibt intensiv
Auch Trainer Thierry Paterlini dürfte Fahrnis beim Traditionsturnier gesammelte Spielpraxis auf Topniveau zu schätzen wissen. In der aktuellen Phase ist er auf ein breites Kader angewiesen wie selten: Der Terminkalender ist bis zur Olympiapause Anfang Februar prall gefüllt: In diesen ersten vier Wochen des Jahres haben die Tigers insgesamt zwölf Spiele zu absolvieren, welche für den weiteren Saisonverlauf vorentscheidend sein werden. Bezüglich Kader gibt es gute News. Hannes Björninen kann durch Sean Malone ersetzt werden (siehe Text unten), Harri Pesonen kehrte gegen Fribourg als nominell 13. Stürmer zurück ins Lineup. Die SCL Tigers sind gut in Form - kein Team hinter Rang 8 hat seit der Nationalmannschaftspause im Dezamber mehr Punkte geholt. Heute Abend treffen die Langnauer auf die Rapperswil-Jona Lakers - ein Gegner, der ihnen auf dem Papier klar weniger gut liegt als Fribourg.