Bessere Qualität der Versorgung

Kanton Luzern: Ab Januar können Fördergesuche eingereicht werden, welche die integrierte Gesundheitsversorgung voranbringen. Es stehen sieben Millionen Franken zur Verfügung.

«Bei der integrierten Gesundheitsversorgung geht es darum, dass sich die verschiedenen Leistungserbringenden nicht als Einzelkämpfer verstehen», wird Gesundheits- und Sozialdirektorin Michaela Tschuor in einer Medienmitteilung zitiert. Gefördert würden Gesundheitszentren und Gesundheitsnetzwerke, wobei der Fokus auf interdisziplinären und interprofessionellen Teams von Gesundheitsfachpersonen liege. Die integrierte Gesundheitsversorgung sei zentral, weil das Gesundheitssystem vor herausfordernden Entwicklungen stehe. Die wachsende Anzahl von Personen mit chronischen und/oder mehreren Erkrankungen sowie von Personen mit psychischen Erkrankungen erfordere einen Leistungsausbau. Gleichzeitig seien die finanziellen und personellen Ressourcen begrenzt.

«Die Zahl der Fachpersonen, die in die Behandlung eines Patienten oder einer Patientin involviert sind, ist in den letzten Jahrzehnten gestiegen», führt Michaela Tschuor aus. Auch positiven Entwicklungen wie der stetig wachsenden Ambulantisierung und dem Anspruch, die Kosten im Gesundheitswesen zu dämpfen, seien Rechnung zu tragen. «Eine zentrale Antwort auf diese Entwicklungen liegt in der stärkeren Vernetzung und Koordination.»


Doppelspurigkeit vermeiden

Die integrierte Gesundheitsversorgung im Kanton Luzern umfasst die Prävention und Gesundheitsförderung, die medizinische, pflegerische und therapeutische Versorgung sowie die Langzeitpflege und die palliative Begleitung. Ziel sei es, eine bessere Qualität der Versorgung anzustreben, indem zum Beispiel Doppeluntersuchungen vermieden würden, steht in der Mitteilung des Gesundheits- und Sozialdepartements. Zudem wolle man Informationslücken reduzieren, die wiederum zu Über-, Unter- oder Fehldiagnostik führen könnten. Die Effizienz in der Gesundheitsversorgung werde gesteigert, unter anderem dank eines besseren Einsatzes der Fachpersonen. «Das ist angesichts des Fachkräftemangels und mit Blick auf die Kosten im Gesundheitswesen zentral.» Mit der integrierten Gesundheitsversorgung könnten langfristig Kosten gespart werden.


Unterstützung für Projekte

Im Aktionsplan des Gesundheits- und Sozialdepartements werden innerhalb von ausgewählten Handlungsfeldern kurz- und mittelfristige Ziele definiert, wie mit konkreten Massnahmen eine integrierte Gesundheitsversorgung erreicht wird. Eine Massnahme stellt das Förderprogramm dar, für welches zwischen 2026 und 2030 insgesamt sieben Millionen Franken zur Verfügung stehen. Nach einem Prüfprozess werden die Projekte finanziell unterstützt, die dazu beitragen, die integrierte Gesundheitsversorgung im Kanton Luzern voranzutreiben.

25.12.2025 :: pd