Kiesental: Nach der Fusion zwischen den Raiffeisenbanken Thunersee und Kiesental ist nun der erste Halbjahresbericht erschienen. Die Bank spricht von einem erfreulichen Resultat.
Das Marktumfeld sei zwar anspruchsvoll, trotzdem habe die Raiffeisenbank Thunersee-Kiesental ihre Position festigen können, schreibt sie in ihrer Mitteilung. Der Halbjahresgewinn beträgt 1,02 Millionen Franken, das entspricht einem Minus von 21,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreswert. Dabei handle es sich um ein Resultat, das den Erwartungen entspreche, so die Bank.
Filialen bleiben vorerst bestehen
Vor der Fusion der beiden Raiffeisenbanken hat es geheissen, dass die bisherigen Filialen nicht geschlossen würden. Bleibt es dabei? «Bis auf Weiteres bleiben unsere Geschäftsstellen unverändert bestehen», sagt Bruno von Allmen, Vorsitzender der Bankleitung. «Für die Führungsgremien der Bank gehört die periodische Überprüfung und Neubeurteilung des zu betreibenden Geschäftsstellennetzes allerdings zu den strategischen und planerischen Daueraufgaben.»
Anspruchvolles Marktumfeld
Beim Betrachten des Halbjahresberichts sticht eine Kennzahl heraus. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis (der CIR) liegt bei 67,9 Prozent. Ein niederiger CIR deutet auf eine effiziente Kostenstruktur hin und liegt im Idealfall unter 60 Prozent. Hat die Raiffeisenbank Thunersee-Kiesental ein Effizienzproblem? «Aufgrund des Zinsumfeldes mit stark gesunkenen Marktzinsen verdienen die klassischen Retail-Banken generell weniger mit dem Zinsgeschäft, der Ertrag ist zurückgegangen», erklärt der Vorsitzende der Bankleitung auf Anfrage. Gleichzeitig habe die Raiffeisenbank Thunersee-Kiesental eine Fusion zu bewältigen, wodurch kurzfristig einmalige Sonderaufwände die Kosten nach oben drückten. «Mittelfristig wird sich der CIR unserer Bank – auch dank den Effizienzgewinnen aus der Fusion – wieder im Mittelfeld der Vergleichsbanken einstellen», fügt von Allmen an. Trotz geopolitischer Unsicherheiten blicke die Raiffeisenbank Thunersee-Kiesental zuversichtlich auf das zweite Halbjahr, heisst es abschliessend.