Jasmin Gäumann, herzliche Gratulation zum Königinnentitel. Gab es am Sonntag noch ein Fest?
Ja, wir haben schon noch etwas gefeiert. Doch gegen Mitternacht war ich im Bett.
Mit welcher Zielsetzung sind Sie in die Saison gestartet?
Ich habe gewusst, dass ich konstant gute Leistungen bringen und ganz vorne mitschwingen kann. Dies war mein Ziel für diese Saison. Ich habe Fest für Fest genommen und mein Bestes gegeben.
Mit dem Vorsprung von 2,5 Punkten wollten Sie den Wettkampf in Huttwil gleich angehen wie jedes andere Fest. Etwas nervöser waren Sie aber schon?
Ja, ich habe gedacht, ich hätte meine Nerven im Griff. Vor dem ersten Gang war sicher Nervosität da und am Ende hatte ich in Huttwil nicht meinen besten Tag.
Wie war Ihr Gefühl am Morgen?
Ich war sicher aufgeregt. Ich hatte aber ein gutes Gefühl und war fit.
Nach drei Podestplätzen in den Jahreswertungen in den letzten drei Jahren, war dieser Titel überfällig.
Ja, für mich ist die Erleichterung gross. Endlich habe ich es geschafft. Hätte es nicht gereicht, wäre ich sicher enttäuscht gewesen, aber die Welt wäre nicht untergegangen.
Was bedeutet der Titel für Sie, oder anders gefragt, was wird er verändern?
Ist eine gute Frage! Ich glaube nicht, dass es grosse Veränderungen geben wird. Es kann sicher vermehrte Medientermine geben und, ich hoffe natürlich, dass sich ein Sponsor melden wird.
Wie sieht Ihre Zukunft im Schwingsport aus, was sind die nächsten Ziele?
Ich werde Jahr für Jahr nehmen und schauen, wie sich meine Gesundheit entwickelt. Ich hatte ja bereits einige Knieverletzungen.
Kann man das Eidgenössische der Frauen mit jenem der Männer vergleichen?
Nein überhaupt nicht. Ich freue mich für die Männer, dass sie einen so grossen Event erleben dürfen. Ich werde auch als Zuschauerin anwesend sein. Es wäre aber schön, wenn wir Frauen auch mehr Aufmerksamkeit bekämen.
Wenn Sie einen Wunsch frei hätten zugunsten des Frauenschwingens: Wie würde dieser lauten?
Mehr Akzeptanz.