Die Oberdiessbacher haben wieder Grund zum Jubeln

Die Oberdiessbacher haben wieder Grund zum Jubeln
Sechs Spiele, sechs Siege: dies die Bilanz der Herren von Volley Oberdiessbach. / Bild: zvg
Volleyball: Nach dem freiwilligen Rückzug aus der NLB hat das Herrenteam von Volley Oberdiessbach in der 1. Liga wieder Fuss gefasst. Und dies ziemlich erfolgreich.

Nach mehreren Jahren in der Nationalliga B spielt das Herrenteam von Volley Oberdiessbach diese Saison wieder in der 1. Liga. Zu wenige Spieler, ein offener Trainerposten und auch finanzielle Gründe führten zum freiwilligen Rückzug in die tiefere Liga. «Ein NLB-Team ist neben grossem personellem Aufwand auch mit höheren Kosten verbunden», sagt Gilles Weibel, Vorstandsmitglied und Spieler von Volley Oberdiessbach.

Während zwei Jahren stellten Volley Oberdiessbach und der VBC Uni Bern ein gemeinsames Team in der Nationalliga B. Trotz professionellem Trainer-Staff und intensiven Trainingseinheiten resultierte nur der zehnte Schlussrang. Ende Saison lief der Zweijahresvertrag der beiden Vereine aus – und im gegenseitigen Einverständnis wurde beschlossen, ihn nicht mehr zu verlängern. So treten die beiden Vereine nun wieder mit separaten Teams an. Ein konkretes Saisonziel haben die Oberdiessbacher indes nicht, wie Gilles Weibel erklärt. «Wir wollen uns vor allem als Team finden und mal schauen, wie es in der 1. Liga so läuft.»


Voneinander lernen

Und es läuft sehr gut für das frisch zusammengewürfelte Herrenteam. «Bis jetzt konnten wir alle sechs Meisterschaftsspiele gewinnen», sagt Weibel. Und dies, obschon nur fünf Spieler bereits letztes Jahr in der Nationalliga B mit von Partie waren. Die übrigen Athleten, die das Kader komplettieren, stammen aus der eigenen 2.-Liga-Equipe  oder kamen von längerer Abwesenheit (Verletzung, Auslandaufenthalt) zurück. Dennoch scheint der Niveauunterschied nicht riesig auszufallen. «Einige der 2.-Liga-Spieler konnten schon letzte Saison teilweise mit dem NLB-Team trainieren. Das war sicher ein grosser Vorteil, um sich an das Tempo zu gewöhnen», erklärt Gilles Weibel, der selbst einer dieser Spieler ist. Positiv sei zudem, dass alle Spieler Einsatzzeit vom Trainer erhalten würden.

Ob das ambitionierte Team irgendwann in ferner Zukunft wieder in die Nationalliga B aufsteigen wird, ist unklar. «Das ist von einigen Faktoren abhängig», erklärt Gilles Weibel. «Es braucht neben der nötigen Infrastruktur auch organisatorische Ressourcen, und selbstverständlich müssen die finanzielle Situation und Interessen des Vereins berücksichtigt werden.»


Schwierige Trainersuche

Zudem bräuchte das Herrenteam auch personell mehr Leute und einen Trainer mit entsprechender Ausbildung. Die Trainersuche sei auch schon dieses Jahr schwierig gewesen.

Dank Jeremy Tomasetti fand sich schliesslich ein Spielertrainer, der langjährige Erfahrungen aus der NLA und sogar der Schweizer Nationalmannschaft mitbringt, was natürlich eine Bereicherung für das Team darstellt.

Doch bevor die Herren des 1.-Liga-Teams Zukunftspläne schmieden, sind noch einige Spiele zu bestreiten. «Bis zum 3. Dezember spielen wir noch unsere Vorrunde», sagt Gilles Weibel. Wenn das Team auch in der Rückrunde so gut zusammenspielt – wer weiss, dann winkt Ende Saison vielleicht sogar eine Platzierung unter den Top drei.

17.11.2022 :: Lisa Willener (lwh)