So wurde die Punktzahl verdoppelt

So wurde die Punktzahl verdoppelt
Mit Robert Mayer haben die Tigers bisher neun Punkte gewonnen. / Bild: Peter Eggimann (ped)
SCL Tigers: Mit drei Dreipunktesiegen in den vergangenen vier Spielen haben die Langnauer ihre Punktzahl innerhalb von nur acht Tagen von neun auf 18 verdoppelt.

Positive Serien bringen eine Mannschaft in der Rangliste nach oben. Das sieht man einmal mehr am Beispiel der SCL Tigers. Sie haben ihren Fehlstart zur Meisterschaft 2021/22 mit nur drei Siegen, neun Niederlagen und neun Punkten in den ersten zwölf Runden fürs Erste korrigiert. Innerhalb von nur einer Woche schlugen sie auswärts die ZSC Lions (4:2) und Lausanne (4:1) sowie zuhause Aufsteiger Ajoie (9:3), dazwischen verloren sie nur das Heimderby gegen Biel (1:4). Mit dem Total von neun Punkten verbesserten sie sich in der Tabelle vom zwölften auf den neunten Rang, welcher am Ende der Qualifikation die Teilnahme am Vor-Playoff bedeutet. Das Vor-Playoff für die auf den Plätzen 7 bis 10 liegenden Mannschaften ist auch das Ziel der SCL Tigers. Aber bis sie dieses erreicht haben, kann und wird in den verbleibenden 36 Meisterschaftsrunden noch sehr viel geschehen.

Für Siege und Niederlagen gibt es die verschiedensten Erklärungen. Aufgrund der zuletzt positiven Entwicklung drängt sich die Frage auf, was die SCL Tigers bei ihren Erfolgen bisher richtig und bei den Misserfolgen falsch gemacht haben. Eine aufschlussreiche Antwort geben die Spielsituationen mit fünf gegen fünf Spielern auf dem Eis, in Überzahl (Powerplay) und Unterzahl (Boxplay) – sowie die Leistungen der Torhüter.


Klare Unterschiede erklären einiges

Die SCL Tigers feierten bisher sechs Siege, einen davon in Davos mit 5:4 nach Verlängerung. Die 17 Punkte in diesen Spielen verdienten sie sich mit durchwegs positiven Werten:

Mit einem totalen Torverhältnis von 30:12 (plus 18)

Mit 20:9 Toren bei fünf gegen fünf Spieler (plus 11)

Mit 1:0 Toren bei drei gegen drei Spieler in der Verlängerung (plus 1)

Mit einer 5:0-Bilanz im Powerplay (plus 5)

Mit einer 4:3-Bilanz im Boxplay, das heisst vier eigenen Treffern und nur drei Gegentoren in Unterzahl (plus 1)

Mit einer Abwehrquote von 94,3 Prozent der drei Torhüter Mayer, Punnenovs und Rytz.

Die SCL Tigers haben aber auch schon zehn Niederlagen erlitten. Dabei schaute ein einziger Punkt heraus, bei der 4:5-Niederlage nach Penaltyschiessen gegen Servette. Diese negative Bilanz verwundert nicht, wenn man die Werte mit denjenigen der sechs Siege vergleicht:

Totales Torverhältnis 20:43 (minus 23)

13:30 Tore bei fünf gegen fünf Spieler (minus 17)

6:2-Bilanz im Powerplay (plus 4)

1:10-Bilanz im Boxplay (minus 9)

0:1-Bilanz im Penaltyschiessen (minus 1)

Abwehrquote der vier Torhüter Punnenovs, Mayer, Zaetta und Baumann 87,9 Prozent.


Steigerung von 29 auf 50 Tore

Vor einem Jahr hatten die Langnauer nach 16 Runden vier Punkte weniger auf ihrem Konto als jetzt, belegten den zwölften und nicht den neunten Rang. Dieser verbesserte Zwischenstand kann mit der Steigerung der erzielten Tore von 29 auf 50 erklärt werden. Verantwortlich dafür sind –der verletzte Saarela mit nur zehn Spielen nicht eingerechnet – Olofsson, Grenier und Pesonen. Das Ausländertrio erzielte zusammen 25 Tore, 33 Assists und 58 Punkte. Auf noch mehr Skorerpunkte nach 16 Spielen kamen in der Saison 2008/09 letztmals die Lugano-Ausländer Thoresen, Nummelin und Domenichelli mit 60 Punkten. Aus der gleichen Saison stammt der bisherige SCL-Rekord mit 55 Skorerpunkten, aufgestellt von Kariya (6 Tore/17 Assists/23 Punkte), Setzinger (6/13/19) und Curtis Murphy (2/11/13). 

21.10.2021 :: Werner Haller (whz)