Samuel Erni ist voll auf das eigene Team fokussiert. / Bild: Peter Eggimann (ped)
SCL Tigers: Die Langnauer sind nach drei Niederlagen in Folge auf Rang 11 abgerutscht. Die drei letzten Spiele der Qualifikation entscheiden, ob die Saison ins Play-In oder zu Ende geht.
«Gegen Kloten haben wir einen schlechten Abend eingezogen. Gegen Rapperswil war die Stimmung aufgeheizt, es war
emotional. Wir haben gut gespielt und uns stark zurückgekämpft, die Punkte aber dennoch hergegeben», so lautet das
Kurzfazit von Samuel Erni zum vergangenen Wochenende. Selbst der 34-jährige Routinier muss gestehen: «So ein Spiel
wie am Samstag habe ich selten erlebt, es lief vieles gegen uns.» So kommt es, dass die gute Ausgangslage vor dem
Olympiaunterbruch nun bereits verspielt ist. Die SCL Tigers kämpfen in den drei verbleibenden Runden gegen Bern,
Biel und Kloten um den Einzug ins Play-In. Nur zwei der vier Teams können es schaffen, die Ausgangslage ist völlig
offen.
«Diese Spiele muss man geniessen»
Die SCL Tigers empfangen heute Donnerstag respektive am Montag die Spitzenteams Fribourg und ZSC Lions, dazwischen
steht das Direktduell auswärts in Biel an. Ist der Druck von aussen spürbar? «Der von aussen nicht unbedingt», sagt
Samuel Erni. «Es ist vielmehr unser Ziel, das Play-In unbedingt erreichen zu wollen.» Weil der Gegner aber dasselbe
wolle, seien die Spiele in dieser Phase noch etwas intensiver und ruppiger. «Aber das ist ja das Schöne im Hockey.»
Das Ziel müsse sein, diese Spiele zu geniessen. «Wir wollten ja ursprünglich in dieser Situation sein und um die
Play-In-Qualifikation spielen können.» Man müsse sich immer wieder in Erinnerung rufen, dass es sein Privileg sei,
solche entscheidenden Spiele absolvieren zu dürfen. Das versuche er auch den jüngeren Spielern zu vermitteln, sagt
Erni, der seinen Vertrag vor rund einem Monat nochmal verlängert hat und im Sommer bereits in seine zehnte Saison
mit den SCL Tigers starten wird.
Auf das eigene Team konzentrieren
«Nun sind es halt wie drei Playoff-Spiele, einfach immer gegen einen anderen Gegner», sagt Samuel Erni. «Wir haben
teamintern besprochen, dass wir nichts mehr zu verlieren haben und nach vorne schauen wollen.» Heute Abend gilt es
ernst, zwischen jedem Spiel liegt ein Tag Pause - «optimal, um Spiel für Spiel zu nehmen.» Blickt Samuel
Erni viel nach links und
rechts und hat er die Tabelle stets im Griff? «Nein, damit habe ich im Alter aufgehört», sagt er lachend. «Es
bringt mehr, sich auf die eigene Leistung und auf das eigene Team zu konzentrieren.» Und was stimmt ihn für den
Qualifikationsendspurt optimistisch? «Dass wir alles in den eigenen Händen haben.»