Neue Geschäftsführerin im Bettenhaus

Neue Geschäftsführerin im Bettenhaus
Stéphanie Widler-Lehmann bevorzugt das Wasserbett-System. Damit ist sie aufgewachsen. / Bild: Schüpbach Rebekka (rsz)
Langnau: Stéphanie Widler-Lehmann hat die Geschäftsleitung der Bettenhaus Lehmann GmbH übernommen. Die Firma ist eines der ältesten Fachgeschäfte für Wasserbetten in der Schweiz.

«Schon als Kind habe ich dabei geholfen, Wasserbetten aufzustellen», erinnert sich Stéphanie Widler-Lehmann, die im Familienunternehmen gross geworden ist. Ihr Onkel, Gerhard Lehmann, leitete das Bettenhaus in Langnau bis jetzt. Dass seine Nichte und gelernte Pflegefachfrau Nachfolgerin wird, hat sich eher spontan ergeben: «Ich wollte schon länger etwas ändern, weil die Arbeitsbedingungen in der Pflege nicht mehr stimmten für mich», erzählt Stéphanie Widler-Lehmann. Als Gerhard Lehmann sie eines Tages scherzhaft fragte, ob sie das Geschäft mit den drei Angestellten übernehmen möchte, keimte in ihr den Wunsch, den Schritt tatsächlich zu wagen.

Baby-Abteilung bewährt sich

Im Februar 2020 begann Stéphanie Widler-Lehmann im Familienunternehmen zu arbeiten und eröffnete die neue Baby- und Kinderabteilung in der oberen Etage. «Ich hatte gemerkt, dass es so etwas hier in der Nähe noch nicht gibt», erklärt die Mutter dreier Söhne. Bisher laufe die Abteilung sehr gut, insbesondere die Kinderwagen, Kindersitze und Möbel seien beliebt. Eine Win-Win-Situation ergebe sich dadurch, dass sich gleichzeitig die Kinderkleiderbörse Babettli eingemietet habe.

Nun hat Stéphanie Widler-Lehmann die Geschäftsleitung übernommen, Gerhard Lehmann bleibt weiterhin in beratender Funktion im Geschäft. Im Laden ändert sich trotz des Wechsels momentan wenig. «Wir stellen ein bisschen um und ergänzen ein paar Sachen», so Stéphanie Widler-Lehmann. Beispielsweise könne man neu nicht nur auf den Matratzen probeliegen, sondern auch die Duvets direkt im Laden ausprobieren. Bei der Beratung kommen der 35-Jährigen ihre Kenntnisse der Anatomie gelegen. «Wenn jemand in den Laden kommt, sehe ich manchmal gleich, wo sein Körper am besten gestützt werden sollte», sagt sie. Selber bevorzugt sie das Wasserbett, so wie sie es schon von klein auf gewohnt ist. Ihre Grosseltern waren bei den ersten, die dieses Bettsystem in der Schweiz verkauften. «Zuerst bestand das Wasserbett nur aus einem blauen Sack mit einem speziellen Molton», erinnert sich Widler-Lehmann. Inzwischen sei es äusserlich von einer normalen Matratze kaum mehr zu unterscheiden. Doch der Boom ist abgeflacht. Früher installierte das Bettenhaus fünf bis sechs Wasserbettsysteme pro Tag, heute eines pro Monat. Gefragt ist stattdessen Vielseitigkeit im Sortiment.

29.04.2021 :: Schüpbach Rebekka (rsz)