Inklusive Kultur im Sensorium

Walkringen: Das Sensorium der Stiftung Rüttihubelbad wurde mit dem Label «Kultur inklusiv» ausgezeichnet. Es anerkennt die Arbeit für Menschen mit Beeinträchtigungen und unterstützt zukünftige Projekte.

Das Sensorium ist ein Erfahrungsfeld der Sinne. Klänge, Farben, Schwingungen, Düfte, Licht und Dunkel lösen Staunen aus und laden ein, die Naturgesetze zu erkunden. Das multisensorische Erlebnis steht im Zentrum des Rundgangs durch die Dauerausstellung im Sensorium. «Die rund 80 interaktiven Stationen sind inklusiv und barrierefrei gestaltet, was von Familien und Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung oder einer Mehrfachbehinderung geschätzt wird», schreibt die Stiftung Rüttihubelbad in einer Medienmitteilung.

Inklusion bedeutet, dass jedem Menschen – ungeachtet seines Handicaps – das volle Recht auf individuelle Entwicklung und soziale Teilhabe an der Gesellschaft eingeräumt wird. Egal wie alt jemand ist, welchen Geschlechts, ob mit oder ohne Behinderungen und unabhängig der Herkunft: Durch Inklusion haben alle gleichermassen die Möglichkeit, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Jeder soll ein aktiver Teil der Gesellschaft sein können.

Inklusion wird weiterentwickelt

Mit dem Label «Kultur inklusiv» wird  das Sensorium nicht bloss für seine jahrelange Arbeit an Inhalten für Menschen mit Beeinträchtigungen ausgezeichnet, es werden auch zukünftige Projekte zur Verstärkung der Inklusion unterstützt. «Es geht dabei einerseits um den physischen Zugang zum Museum und den einzelnen Stationen, andererseits auch um die damit verbundenen Kommunikationsmittel», heisst es weiter. Ab 2021 wollen das Sensorium und die Stiftung Rüttihubelbad Synergien nutzen und Partnerschaften definieren; beispielsweise mit Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung, die in den Werkstätten der Sozialtherapeutischen Gemeinschaft des Rüttihubelbad arbeiten. 

Für ein Jahr später ist die Weiterentwicklung des Zugangs geplant. Die Mitarbeitenden des Sensoriums sollen durch Expertinnen und Experten mit Beeinträchtigungen für deren Anliegen sensibilisiert werden. Unter anderem wollen sie ihr Angebot in leicht verständlicher Sprache von Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung überprüfen lassen. Ebenfalls soll die Zugänglichkeit für Menschen mit Seh- oder Hörbehinderungen ins Sensorium verbessert werden.

07.01.2021 :: Sylvia Ammann (sal), pd