Wer viel liest, kann auch schreiben

Wer viel liest, kann auch schreiben
Gertrud Lehmann, Hasle-Rüegsau / Bild: Jakob Hofstetter (jhk)
Gertrud Lehmann, Hasle-Rüegsau:

«Das Schreiben für die ‹Wochen-Zeitung› hat mein Leben sehr bereichert», zieht Gertrud Lehmann nach 25 Jahren als freie Mitarbeiterin Bilanz. Als scheue Person habe sie gelernt, auf Menschen zuzugehen, um zu ihren Informationen zu kommen. Und: «Was habe ich doch alles kennengelernt, in dieser vielfältigen Tätigkeit. Immer wieder kommt Neues dazu!»
Wenn Menschen ihr Einblick geben in ihr Hobby, ihre spezielle Arbeit oder ihre Lebenssituation, und sie diese Geschichte dann den Leserinnen und Lesern erzählen darf, ist sie in ihrem Element. «Ich bewundere Sänger, Theaterspielerinnen und Musikanten, egal auf welchem Niveau und in welchem Genre. Sie investieren viele Stunden in die Proben, nehmen das Lampenfieber auf sich, um ihr Publikum zu erfreuen.» Über kulturelle Anlässe schreibt sie gerne. Lediglich an einen Beitrag erinnere sie sich nicht gerne. «Ich habe etwas ganz falsch verstanden und einen noch lebenden Menschen als verstorben erklärt. Das war sehr peinlich.» 

Gertrud Lehmann hat lange Zeit als kaufmännische Angestellte gearbeitet. «Das Schreiben habe ich aber nicht dort gelernt», sagt sie bestimmt. Als Sekretärin habe sie ihr Talent nicht ausleben können, «ich war einfach die Schreibmaschine der Chefs und musste tippen, was und wie diese es haben wollten.»

An Sprache und Geschichten hatte Gertrud Lehmann bereits in jungen Jahren Freude. «Ich wuchs praktisch ohne Gspändli auf. So habe ich gelesen, gelesen, gelesen. Und wer viel liest, kann auch schreiben.» Doch lesen und schreiben ist nicht alles im Leben von Gertrud Lehmann. Mit den Grosskindern zusammen sein ist ihr auch wichtig. Und eine grosse Leidenschaft hat sie erst vor ein paar Jahren entdeckt: «Ich mache ineiner Line-Dance-Gruppe mit. Wenn ich tanzen kann, bin ich glücklich – und Tanzen erhält jung.»