Langnau: Zur Arealstudie Bahnhof Süd gab es während der Mitwirkung 14 Eingaben. Thematisiert wurden die vorgesehenen Gebäudehöhen – dafür gab es Kritik, aber auch Lob.
Wie Bauverwalter Ronald Aeschlimann erklärt, würden die 14 Eingaben verschiedenste Anliegen und Bereiche betreffen. Oft werde aber die maximale Höhe der Gebäude angesprochen. «Manche finden diese viel zu hoch, andere loben die Planer explizit für die vorgesehenen Gebäudehöhen und finden diese angemessen für Langnau», berichtet Aeschlimann. Gemäss der Arealstudie, welche eine 20-köpfige Arbeitsgruppe bestehend aus Fachleuten, Politikern sowie dem Investor Niklaus Bay erschaffen hat, sollen in dem Gebiet südlich des Bahnhofs Bauten mit einer Höhe von 21 Metern möglich sein, im östlichen Zipfel bis 30 Meter. In weiteren Eingaben seien Bedenken geäussert worden bezüglich des Verkehrsaufkommens und des Lärms, erklärt der Bauverwalter weiter.
Möglich wären auf dem rund 15’000 Quadratmeter grossen Areal verschiedenste Nutzungen: Gewerbe und Dienstleitungen in den Erdgeschossen, darüber vor allem Wohnungen. Gemäss der Studie sind rund 120 Wohnungen realisierbar. Weiter möglich wären auch Hotelerie, Gastronomie oder auch der Bau eines Altersheims. In der Arealstudie wurde weiter erwähnt, dass der historische Sagihof bestehen bleiben und in die neue überbauung integriert werden soll.
Definieren, was baulich möglich ist Die Arbeitsgruppe wird die Eingaben nun auswerten und dann befindet der Gemeinderat darüber, inwiefern die Arealstudie angepasst werden soll. Diese bildet die Grundlage für die bauliche Grundordnung, welche mit einer Zone mit Planungspflicht (ZPP) definiert werden wird. Darin wird definiert, was auf dem Areal gebaut werden kann und was nicht.
In einem weiteren Schritt werden die Dokumente für die ZPP Bahnhof Süd zur kantonalen Vorprüfung eingereicht. Anschliessend wird der Gemeinderat diese – falls nötig – noch anpassen und dann folgt eine öffentliche Auflage, bei der die Möglichkeit zu Einsprachen besteht. Vorgesehen ist, dass im Herbst 2019 das Gemeindeparlament die ZPP genehmigen wird.