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#digitalisierung

Das Zauberwort hat 15 Buchstaben: Digitalisierung. Firmenchefs wiederholen es seit einigen Jahren schon fast mantraartig. Sie versprechen sich von der Digitalisierung nicht nur Kosteneinsparungen, sondern auch neuen Schwung fürs Unternehmen. Schon bald wird praktisch die Hälfte der arbeitenden Bevölkerung durch Roboter und künstliche Intelligenz ersetzt werden können, das gilt irgendwie als ausgemacht. Da sprechen auf einmal Maschinen miteinander, Kinder lernen von Computern und Autos bremsen von selber, oder eben auch nicht. 

Das alles sei schlimm, so die weit verbreitete Meinung, und das Wort Digitalisierung wurde auch schon als Unwort des Jahres bezeichnet. Wenn ich in die Vergangenheit blicke, frage ich mich, was die Menschen wohl gedacht haben, als sie zum Beispiel das erste Mal eine Glühbirne gesehen haben. Das erste künstliche Licht hat das Leben der Menschen wohl sehr stark verändert. Stellen Sie sich die Welt mal ohne künstliches Licht vor.
Kerzenschein, der Tagesablauf vom Tageslicht bestimmt. Und plötzlich gibt es da Licht per Knopfdruck, die Tage werden so lange, wie man eben möchte, und auf einmal gibt es zahlreiche Dinge, die man tun konnte, die vorher im blossen Kerzenschein nicht möglich waren. Wer möchte heute ohne künstliches Licht leben?
Wohl sehr wenige. Es ist Luxus und erleichtert vieles.  

Doch zurück zur Digitalisierung.
Sicher ist, dass die Digitalisierung grosse Veränderungen herbeiführt. Sollten wir nicht einfach versuchen, mit den Neuerungen und Herausforderungen, welche die Digitalisierung mit sich bringt, umgehen zu lernen? Das ist bestimmt nicht einfach, denn solche Veränderungen kommen für uns Menschen oft viel zu schnell. Ja, die Digitalisierung birgt Gefahren, aber sie eröffnet uns sicherlich auch viel Gutes. Wir brauchen zum Beispiel keine dicken SBB-Fahrpläne mehr, und die Verspätungen der Züge sehe ich gleich online. Von Natur aus bin ich ein positiv denkender Mensch und finde, dass wir den ganzen Digitalisierungsprozess selber positiv beeinflussen können. Machen wir doch das Beste daraus.

 

Dies wird meine letzte Kolumne in dieser Form sein. Es war mir eine Ehre, in diesem Jahr einige Kolumnen für die «Wochen-Zeitung» schreiben zu dürfen und bedanke mich bei der Redaktion, aber auch bei meinen Leserinnen und Lesern. Wer sich für meine weiteren Sportgeschichten interessiert, darf mich gerne auf den sozialen Medien weiter begleiten. Ganz digitalisiert halt.

22.11.2018 :: Eva Hürlimann, Hasle

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