Zweimal Gold, zweimal Silber

Zweimal Gold, zweimal Silber
Die Mini Top der SCL Young Tigers, wie sie im Jahrbuch 2008 zu sehen sind. Mittendrin: Sandro Aeschlimann (Nr. 25) und Sven Jung (Nr. 17). / Bild: Peter Eggimann (ped)
Eishockey: Vier Spieler mit einem Bezug zu den SCL Tigers gewannen an der Weltmeisterschaft in Zürich und Fribourg eine Medaille; zweimal Gold- und zweimal Silber.

Die finnischen Stürmer Hannes Björninen und Saku Mäenalanen erweiterten ihre Medaillensammlung an der WM dank des 1:0-Finalsiegs nach Verlängerung gegen die Schweiz um eine dritte goldene Auszeichnung. Nach WM-Silber 2021 sowie dem Olympia- und WM-Triumph 2022 wurden die beiden nun in Zürich zum zweiten Mal Weltmeister. Sie gehörten zwar nicht zu den besten Punktesammlern der Finnen, aber sie bildeten zusammen mit SCB-Flügelstürmer Waltteri Merelä die stärkste vierte Angriffslinie des ganzen Turniers. In allen zehn Spielen standen sie nur bei einem einzigen Gegentor - dem 1:2 im Halbfinal gegen Kanada - auf dem Eis. Massgeblichen Anteil am Erfolg der Finnen hatte einmal mehr auch Jukka Varmanen, der nach vier Jahren als Assistenztrainer der SCL Tigers eine neue Herausforderung sucht. Als Videoverantwortlicher und Beobachter der Gegner belieferte er das Coachingteam mit Informationen.


Die Wurzeln bei den SCL Young Tigers

Bei den Schweizern standen mit Verteidiger Sven Jung und Torhüter Sandro Aeschlimann zwei gebürtige Emmentaler im Team. Jung stammt aus Oberthal, Aeschlimann aus Zäziwil. Seit sieben Jahren spielen sie zusammen beim HC Davos. 

Ihre Karrieren begannen sie bei den SCL Young Tigers, in der Saison 2008/09 im Mini Top-Team mit einem gewissen Headcoach Marco Bayer. An der Heim-WM gewann Sven Jung (drei Assists/+ 5) zum dritten Mal Silber; Sandro Aeschlimann (4:2-Sieg gegen Lettland) wurde zum zweiten Mal Vizeweltmeister. Die Letten mit Oskars Lapinskis wurden nach der 0:2-Niederlage im Viertelfinal gegen die sensationellen Bronzemedaillengewinner aus Norwegen Sechste. Der SCL-Tigers-Flügelstürmer blieb zwar ohne Skorerpunkt, erhielt aber an seiner ersten WM für das Erledigen der «Drecksarbeit» einiges Lob.

04.06.2026 :: Werner Haller (whz)