Choregrafie, Musik und Licht erschaffen an der Aufführung der Musicalschule ein eindrückliches Gesamtwerk. / Bild: zvg
Escholzmatt: Die Entlebucher Musicalschule zeigte eine Produktion, die von der Zerstörung des Planeten und von Neubeginn handelt. Sie wurde zusammen mit den Schülern entwickelt.
Mit der Eigenproduktion «Atlantis Rising» hat die Musicalschule der Region Entlebuch, Musicalme, in der vollen Mehrzweckhalle Escholzmatt eine zeitgemässe Show gezeigt. Über 80 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 5 bis 23 Jah-ren standen auf der Bühne. Das Stück beinhaltete Chor- und Sologesang, zeitgenössischen Tanz, Breakdance und Ballett. Rund 600 Personen besuchten die Aufführung und liessen sich von einer Geschichte berühren, die weit über Unterhaltung hinausgehe, schreibt die Leitung der Musicalschule in ihrem Rückblick.
Aus den Ideen der Jugendlichen
«Die jungen Mitwirkenden brachten die Halle mit ihrer Energie, ihrer Ausdruckskraft und ihrer Leidenschaft zum Beben», heisst es weiter. Mit grosser Hingabe hätten sie die Geschichte von Atlantis erzählt – der verborgenen Stadt, und dem Krieg zwischen der Ober- und der Unterwasserwelt. Dabei seien eindrucksvolle Momente entstanden, die das Publikum zum Staunen, Nachdenken und Mitfühlen einluden. Die Handlung war gemeinsam mit den älteren Teilnehmenden entwickelt und kreativ erarbeitet worden. Aus den gesammelten Ideen entstand eine Geschichte über die Zerstörung des Planeten, Krieg, Hoffnung, Zusammenhalt, Neubeginn und Verantwortung im Umgang mit unserer Welt. Die Bewohner von Atlantis beobachten mit Sorge, wie die Menschen ihren Planeten zunehmend ausbeuten und zerstören. Enttäuscht über diese Entwicklung fordern einige von ihnen einen Krieg gegen die Menschen, während andere nach friedlichen Lösungen suchen, so kurz zusammengefasst die Handlung. Emilia Kellagher finalisierte die Ideen und führte sie zusammen. Gemeinsam mit Simone Duss Engel und David Engel-Duss, der Schulleitung, sei so ein stimmiges Gesamtwerk entstanden.
Inszenierung ging unter die Haut
Die Choreografien und musikalischen Darbietungen, gekoppelt mit dem Lichteinsatz von Mike Zemp, machten die Emotionen der Handlung sicht- und spürbar. Der Seehund, der das Geschehen beobachtet, führt als Erzähler durch das Stück. Dadurch konnte sich das Publikum eigene innere Bilder machen. Mehrere Lieder wurden vollständig live begleitet und wirkten dadurch besonders intensiv. Trompete, Posaune, Klavier, Cello und Geige verschmolzen mit den Stim-men der Kinder und Jugendlichen zu einem eindrucksvollen Klangbild und verliehen den Szenen zusätzliche Tiefe. Die berührende und inspirierende Aufführung von «Atlantis Rising» zeige, welches Potenzial in jungen Menschen steckt, wenn sie ihre Talente entfalten und gemeinsam etwas erschaffen würden, schreibt die Leitung der Musicalschule.