Der OP-Roboter Dexter im Spital Emmental konnte live im Einsatz beobachtet werden. / Bild: zvg
Langnau: Die chirurgische Klinik des Spitals Emmental zieht eine positive Zwischenbilanz nach der Einführung des OP-Roboters Dexter. Auch das öffentliche Interesse sei bemerkenswert gross.
Der OP-Roboter Dexter habe sich im chirurgischen Alltag bestens etabliert, teilt das Spital Emmental mit. «Nach etwa sieben Monaten hat sich das chirurgische Team mit dem OP-Roboter vertraut gemacht und ist eingearbeitet. Bisher haben wir Dexter vor allem für Hernieneingriffe (Leisten-, Narben- und Nabelbrüche) im Einsatz. Zukünftig werden wir ihn auch bei bestimmten Eingriffen am Magen-Darm-Trakt nutzen», erklärt André Gehrz, stellvertretender Chefarzt und ärztlicher Leiter der chirurgischen Klinik, in der Mitteilung.
Das roboterchirurgische Team schätze besonders die hohe Präzision, die exzellente Visualisierung in 3D in Kombination mit einer 4K-Auflösung sowie die Kombination aus roboterassistierter Chirurgie und klassischer Laparoskopie, so die Aussage von Matthias Schneider, Chefarzt der chirurgischen Klinik. Dies ermögliche dem OP-Team eine flexible und situationsgerechte Vorgehensweise. Der nahtlose Wechsel zwischen den Verfahren habe sich im klinischen Alltag bereits sehr bewährt und trage zur Patientensicherheit sowie zur Effizienz bei.
Bevölkerung ist interessiert
Auch ausserhalb des OPs stösst die Innovation auf Interesse. Zwei öffentliche Führungen, bei der Besuchende den Roboter im Einsatz erleben konnten, seien sehr gut besucht worden. «Viele Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, sich mit Fachpersonen auszutauschen, selbst an Simulatoren Hand anzulegen und mehr über die Möglichkeiten der modernen Chirurgie zu erfahren», schreibt das Spital. Das Interesse der Bevölkerung zeige, dass robotische Chirurgie auch gesellschaftlich an Bedeutung gewinne, so Gehrz. «Unsere bisherigen Erfahrungen bestätigen, dass wir mit Dexter einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft der Chirurgie gemacht haben», wird er weiter zitiert.