Zäziwil: Dass Blasmusik spannend ist, bewies die Jugendmusik Zäziwil mit ihrem diesjährigen Unterhaltungsabend. Am Wochenende lud sie zum «Krimi-Dinner» ein.
Achtung Gefahr! Bereits im Eingangsbereich der Mehrzweckhalle trafen die Gäste auf einen Tatort – mit Klebeband markierte menschliche Silhouetten am Boden, Absperrband und blutige Handabdrücke. Wagemutige schafften es bis vor die Bühne und wurden musikalisch belohnt.
Traditionell eröffneten die «Grossen», die Musikgesellschaft Eintracht Zäziwil unter der Leitung von Roland Bärtschi, das Konzert. Ihr Stück «The Witch and the Saint» von Steven Reineke werden sie auch am Eidgenössischen Musikfest in Biel spielen. Nach einem flotten Marsch gaben die Musikanten die Bühne frei für die Jüngsten. Noch etwas nervös zeigten die Jungbläser unter der Leitung von Beatrice Rindisbacher zum ersten Mal vor Publikum, was sie in knapp einem Jahr gelernt haben. Nicht nur ganz Junge, sondern auch zwei «Familienprojekte» waren unter ihnen – je ein Elternteil und ein Kind, die gemeinsam in die Blasmusik-Welt starteten.
Der Täter in den eigenen Reihen
Eigentliche Gastgeberin des Abends war die Jugendmusik, dirigiert von Roland Bärtschi. Sie eröffnete ihr «Krimi-Dinner» mit dem Marsch «Gioiosa» von Antonino Pedone. Diesmal trat schon zu Beginn ein massives Problem auf. Im Probelokal in Bowil war ein Marsch verschwunden! Diese Noten galt es nun zu suchen. Kein Weg war dafür zu weit. Von «The Mistery of Atlantis» bis zu den «Blues Brothers» zog sich die «Mission Impossible» hin. Pannen waren nicht zu vermeiden. So flackerte etwa das Licht beim Stück «Wackelkontakt» von Erwin Jahreis oder es wurde gleich ganz düster bei «Drums of Darkness» von Larry Neek.
Trugen die Jugendlichen zuerst noch Uniformen, betraten in der zweiten Hälfte des Konzerts viele Detektive, Diebe, Bodyguards und andere zur Liedauswahl passende Figuren die Bühne. Nicht zuletzt dank dem Spürsinn von «Inspector Gadget» und seiner rechten Hand konnte der Fall zum Schluss doch noch aufgeklärt werden. Als Täter – wer hätte das gedacht – entpuppte sich der Dirigent selbst! Er konnte zwar zunächst flüchten – aber der verlorene Marsch «Smoke on the Water» fand zum Glück den Weg zurück zu den Jugendmusikanten.