Schwanden: In der Thalsäge Thalgraben sangen, tanzten und spielten sich die Trachtenleute in die Herzen des Publikums. Das darauffolgende Theater sorgte für einen heiteren Schlusspunkt.
Wenn die Trachtengruppe Schwanden zum Konzert und Theater einlädt, füllt sich der Saal der Thalsäge immer bis auf den letzten Platz. Kein Wunder, denn so eine Aufführung mit Gesang, Tanz und Theater lässt die eisigen Temperaturen draussen vergessen. Eine Augenweide stellte der Nachwuchs dar, mit dem der Abend begann. Etwa zwanzig Meitschi in der Tracht und Buben im Kühermutz warteten ungeduldig, dass der rote Vorhang aufgehe, damit sie zeigen konnten, was sie gelernt hatten. Mit Begeisterung und Stolz hopsten, stampften und drehten sie sich zu den Klängen der Ländlerfründe Nagelflueh im Kreis. Die jüngsten Knöpfe, gerade mal vier Jahre alt, wurden notfalls von den älteren in die richtige Richtung dirigiert. «Dert änet em Bärgli» sangen sie, und gestikulierten lachend, was dann mit der Geiss passiert ist. Allerliebst!
Ein schönes Bild
Dann folgten einige Lieder des Chors. Immerhin drei ältere Herren unterstützten die Trachtenfrauen beim Singen. Bei den darauffolgenden Tänzen jedoch waren die Frauen wieder unter sich. Welch schönes Bild, diese Sonntagstrachten, die sich im Reigen wiegen, der Silberschmuck, der mit dem strahlenden Lächeln der Tänzerinnen um die Wette glänzt. Dann wird wieder gesungen, «Abendglocken klingen» und «Mängisch muess i d Mönsche flieh» - das Publikum applaudiert begeistert. Zur Zugabe dürfen dann alle mitsingen, der Text liegt auf den Tischen: «Alls was bruchsch uf dr Wält, das isch Liebi!» Das erwärmt die Stimmung im Saal, man lächelt sich zu, ob bekannt oder nicht. Nach kurzer Pause folgte das Lustspiel «D´ Weicheier vom Chräiehof». Wie da gezankt, gelästert und schliesslich wieder versöhnt wird! Da blieb kein Auge trocken. Zum Schluss hatte es niemand eilig, wieder in die kalte Nacht hinaus zu gehen.