Jodlerklub feiert mit Plattentaufe

Jodlerklub feiert mit Plattentaufe
Seit sechs Jahrzehnten unterhält der Jodlerklub Heimisbach seine Zuhörerinnen und Zuhörer. / Bild: zvg
Heimisbach: Der Jodlerklub Heimisbach konnte sein 60-jähriges Bestehen feiern. Zu diesem Anlass hat sich der Verein mit der Aufnahme einer CD ein ganz besonderes Geschenk gemacht.

Als der Jodlerklub Heimisbach gegründet wurde, hiess er noch Jodlerklub Dürrgraben. Erst zwei Jahre später wurde die Talschaft, zu Ehren ihres berühmten Dichters Simon Gfeller, in Heimisbach umbenannt. So folgte auch der Klub dieser Ehrung, so dass es zum heutigen Namen kam.

Zum 60. Jubiläum haben die Jodler keine Kosten und Mühen gescheut und eine CD aufgenommen. Wie diese im Titel aussagt, «Us Freud am Singe», merkt man die Freude, wenn man den Klängen lauscht. Wie bereits in den Anfängen sind auch heute noch fast alle Aktiven in der Landwirtschaft tätig. Diese Naturverbundenheit spürt man, wenn sie singen. Sie wissen, wovon ihre Lieder und Jutze erzählen.

Die Plattentaufe fand in der Mehrzweckhalle Chramershus in Heimisbach statt, die mit Glocken an der Decke und vielen Blumen in eine festliche Lokalität verwandelt worden war. Die Bühne wurde zu einer gemütlichen, ländlichen Landschaft.

Schon lange vor Konzertbeginn füllten sich die Tische mit einem erwartungsvollen Publikum. Die Heimatörgeler Heimisbach läuteten den Abend mit flotten Klängen ein.

Der Jodlerklub Heimisbach begeisterte von Beginn an mit vielen Stücken, die auch auf der neuen Scheibe zu hören sind. Den Auftakt machte das Stück «I fröi mi» von Paul Meer, einem Titel, der genau das ausdrückt, was das Publikum den ganzen Abend zu spüren bekam.

Mit Ernst Habegger ist ein Gründungsmitglied nach sechs Jahrzehnten immer noch aktiv dabei, und er ist mit seiner Stimme im zweiten Tenor unverzichtbar. «Das Singen hält mich jung», meinte Habegger. Er empfehle daher jedem, sich ein solches Hobby zu suchen.


Die CD aus dem Waffeleisen

Doch nicht bloss gesungen wurde an diesem Abend. Die Theaterleute nahmen das Thema der CD-Produktion auf, rührten einen Teig an und bucken diesen anschliessend auf dem Waffeleisen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten kam am Schluss die silbern glänzende Scheibe heraus.

Wieder ernsthafter erklärte die Vize-Dirigentin Gerda Durrer anschliessend: «Die Kosten zur Herstellung einer CD sind recht hoch», daher hoffe man sehr, dass möglichst alle der neuen Scheiben verkauft werden können.

02.04.2026 :: Elisabeth Uecker (ues)