Ein Frühlingsweg an der Emme lädt zum Spazieren und Knobeln ein

Ein Frühlingsweg an der Emme  lädt zum Spazieren und Knobeln ein
Welches Lebewesen hinterlässt welche Spuren? Eine der Stationen auf dem Frühlingsweg entlang der Emme. / Bild: Pedro Neuenschwander (pnz)
Lauperswil: Entlang der Emme können auf einem Rundweg Kunstwerke bestaunt werden. Geschaffen wurden sie von Schülerinnen und Schülern der Stiftung Ramisberg.

«Im ersten Quartal dieses Jahres haben sich die Schüler als spezielles Un­terrichts- und Arbeitsprojekt für das Thema Wege ausgesprochen», sagt Samuel Lüthy, Lehrer bei der Stiftung Ramisberg. Diese betreibt eine Volksschule für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Bildungsbedarf und bietet auf ihre Bedürfnisse angepasste Schulbildung an.

«Die Konkretisierung des Themas führte dann zur Idee, einen Spazier- und Erlebnisweg zu realisieren. Dabei ist der Frühlingsweg geboren worden», führt Lüthy weiter aus. Top motiviert hätten die Lernenden zusammen mit der Lehrerschaft zehn Erlebnis-, Spiel- und Wahrnehmungs-Stationen entwickelt und in intensiven Arbeitsprozessen konkret umgesetzt.

Bereits bei der ersten Station auf dem Rundweg kommt man nicht aus dem Staunen heraus. Bei einem Memory lernt man die Umgebung von Lauperswil besser kennen. Bei einer weiteren Station sind die Besuchenden aufgefordert, Tierspuren den entsprechenden Lebewesen zuzuordnen. Besonders interessant ist die Station Fortbewegung. Dort gilt es die Frage zu lösen, wie viele Umdrehungen ein kleines Rad mehr macht im Vergleich zu einem grossen auf einer gleich langen Strecke.

Das kreative Schaffen der Lernenden der Stiftung Ramisberg kannte keine Grenzen. Die Stationen laden zum Ausprobieren und Miterleben ein. Dies umso mehr, als über einen QR-Code bei jeder Station Näheres über Natur und Geschichte zu erfahren ist.


Im ehemaligen Frama-Gebäude

«Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir im Gebäude der ehemaligen Frama in Lauperswil rund 1´000 Quadratmeter Fläche für Schulzwecke mieten konnten», sagt Cornelia Eggimann. Sie und ihr Mann Gerhard bilden die Geschäftsleitung der Stiftung. «Wir bieten eine auf die Bedürfnisse der Lernenden angepasste Schulbildung an», so Gerhard Eggimann. 28 Schülerinnen und Schüler der 3. bis 10. Klasse werden von rund 40 An­gestellten betreut. Darin sind auch
die vier Wohnplätze für Jugendliche und junge Erwachsene in Ramisberg, die Tagesschule sowie Schulräume
in Grünenmatt enthalten. Stiftungszweck ist, Menschen aus allen Generationen in herausfordernden Le­benssituationen bedürfnisorientiert zu unterstützen.

Der Lehrplan 21 wird mit indivi­duell angepasster Methodik und Didaktik unterrichtet. Erlebnispädagogische Projekte und ganzheitliche Förderangebote gehören zum festen Bestandteil des Unterrichts.


Auf Schusters Rappen

Die Bevölkerung ist zur Begehung des Frühlingsweges eingeladen. Der Ausgangspunkt befindet sich bei der Brücke Neumühle, Seite Lauperswil. Der zirka zweistündige, markierte Weg führt entlang der Emme auf leicht begehbarem Gelände und kann bis am 24. April genutzt werden.

26.03.2026 :: Pedro Neuenschwander (pnz)