Auf dieser Parzelle 1450, auf der im Winter die Eisbahn aufgebaut wird, soll die «Mountain Lodge» stehen. / Bild: Daniel Schweizer (sdl)
Sörenberg: Das Projekt «Mountain Lodge» hat eine weitere Hürde genommen. Die Generalversammlung von Sörenberg Flühli Tourismus sagte Ja zum Kaufrechtsvertrag der Parzelle.
Die Generalversammlung von Sörenberg Flühli Tourismus (SFT) hat den Kaufrechtsvertrag für die Parzelle 1450 mit 76 Ja-Stimmen gutgeheissen. 8 Personen waren dagegen und 11 enthielten sich der Stimme. Dies bedeutet, dass die Stalder Generalunternehmungen GmbH für ihr Projekt «Mountain Lodge» eine gewisse Planungssicherheit erhält. Sie kann nun das Grundstück unten an der Waldemme, wo im Winter das Eisfeld und im Sommer der Tennisplatz stehen, erwerben. Wie SFT-Präsidentin Sabine Achermann ausführte, sei der Vertrag auf zehn Jahre befristet. Falls innerhalb dieses Zeitraums keine Bautätigkeit aufgenommen werde, habe SFT ein Rückkaufsrecht. Zudem erfolge der definitive Verkauf erst beim Vorliegen der Projektbewilligung, so Achermann. Der Quadratmeterpreis liegt bei 450 Franken.
Geplant sind gut 80 Suiten und Appartements. Restaurants, Seminar-, Wellness- und Fitnessbereiche sollen das Angebot der gehobenen Klasse ergänzen.
Fragen zu Kosten und Ersatzstandort
Sörenberg Flühli Tourismus stehe nach wie vor hinter diesem Projekt, bekräftigte die Präsidentin. Damit könnten Mehreinnahmen und Wertschöpfung für den Standort Sörenberg generiert werden. Es eröffneten sich neue Perspektiven für die touristische Entwicklung, so Achermann. Mit dieser Sicht konnte eine Vertreterin des Tennisclubs gar nichts anfangen. Sie stellte das ganze Projekt infrage, enervierte sich aber hauptsächlich über die Kosten des Rückbaus der Anlage sowie die Mehrkosten für die Entsorgung allfälliger Altlasten. Die Präsidentin entgegnete, dass diese Kosten vollumfänglich vom Kaufrechtsnehmer, also der Firma Stalder, übernommen würden. Im Weiteren werde der Tennisclub als Pächter der Anlage bekanntlich mit 120'000 Franken entschädigt. Auch dieser Betrag übernehme der Investor. So oder so könnten Tennisplatz und Eisfeld vorläufig bis März 2027 weiterbetrieben werden, ergänzte Achermann. Aber nein, ein definitiver neuer Standort für die beiden Anlagen könne noch nicht genannt werden, antwortete sie auf weitere Fragen aus der Versammlung. Sörenberg Platz wäre zwar der ideale Standort für eine solche Tourismuszone inklusive Erlebnisbad, so Achermann. Voraussetzung dafür sei jedoch die Realisierung des geplanten Hochwasserschutzprojekts. Die Abklärungen mit den kantonalen Behörden dazu seien am Laufen.
«Noch nicht dort, wo wir hin wollen»
Grundsätzlich zeigte sich der SFT-Geschäftsführer Simon Zobrist bei der Präsentation des Jahresberichts zufrieden mit der Entwicklung der Logiernächte. «Wir haben das Minimalziel übertroffen und liegen zehn Prozent über dem Vorjahr sowie zwei Prozent über dem Fünfjahresschnitt.» Ihr Anspruch liege jedoch bei einer Steigerung von zehn bis fünfzehn
Prozent. Auch für Zobrist ist der Ausbau an Übernachtungskapazitäten - also nicht zuletzt auch die «Mountain Lodge» - zentral für die Entwicklung der Destination Sörenberg. Die von Zobrist präsentierte Erfolgsrechnung mit einem Nettoerlös von 1,374 Millionen Franken und einem Jahresgewinn von gut 21'000 Franken wurde genehmigt. Schliesslich wurden für die abtretenden Vorstandsmitglieder Hanspeter Jenni und Sara Wermelinger zwei neue einstimmig gewählt. Neu Einsitz nehmen werden Stefan Ryser, Direktor Bergbahnen Sörenberg AG, sowie Jeremias Wicki, Unternehmer aus Flühli.