Skorps schaffen die Wende, Tigers stehen mit dem Rücken zur Wand

Skorps schaffen die Wende, Tigers stehen mit dem Rücken zur Wand
Für Noelle Weis gab es im Penaltyschiessen kein Vorbei­kommen an ­Ladina Töndury. / Bild: Janine Sahli (jsb)
Unihockey: Skorpion Emmental behält im Penaltyschiessen die Nerven, die Tigers verlieren zum zweiten Mal nach Verlängerung. Grünenmatt verpasst den vorzeitigen Ligaerhalt knapp.

Prime League, Frauen. Am letzten Donnerstag hatte Skorpion Emmental stark auf die Auftaktniederlage reagiert und Spiel 2 in Chur klar mit 8:4 gewonnen. Am Samstag durften die Emmentalerinnen dann erstmals zuhause antreten. Die Skorps gingen im ersten Drittel durch Topscorerin Eliska Chuda in Führung, im Mitteldrittel trafen beide Teams je einmal. Lange sah es aus, als würde das Heimteam den Vorsprung über die Zeit bringen, bis es zweieinhalb Minuten vor Ende in einen Konter lief und das 2:2 kassierte. Nach der torlosen Verlängerung ging es ins Penaltyschiessen. In diesem trafen die drei ersten Schützinnen der Skorps - Naja Ritter, Lea Hanimann und Eliska Chuda - allesamt. Und weil Torhüterin Ladina Töndury drei von vier Versuchen parierte, war der Heimsieg und damit die 2:1-Führung in der Serie Tatsache. «Wir hatten das Spiel mehrheitlich im Griff und auch ein Chancenplus», bilanzierte Töndury. Spiel 4 findet heute Donnerstag erneut in Zollbrück statt.


Prime League, Männer. Ungemütlicher könnte die Lage für die Unihockey Tigers nicht sein. Sie liegen in der Viertelfinalserie gegen Rychenberg Winterthur mit 0:3 in Rückstand und stehen unmittelbar vor dem Aus. Es braucht nun vier Siege in Folge, um doch noch den Halbfinal zu erreichen. Dabei ist die Serie wesentlich ausgeglichener, als es der derzeitige Stand vermuten lässt. Nach der Auftaktniederlage steigerten sich die Emmentaler im zweiten Heimspiel. Sie kämpften sich im Schlussdrittel zurück und erzwangen eine Velängerung, in der aber Manuel Maurer für Rychenberg traf. Das Spiel vom Sonntag in Winterthur verlief ebenfalls ausgeglichen, jedoch wesentlich kontrollierter und weniger torreich. Wieder ging es in die Verlängerung, diesmal beim Stand von 2:2. Beide Teams hatten hochkarätige Chancen auf den Sieg. Und als sich schon alle auf ein Penaltyschiessen einstellten, gelang Winterthur - wieder durch Maurer - drei Sekunden vor Ablauf der Verlängerung doch noch der Siegtreffer. Heute Donnerstag müssen die Tigers wieder auswärts antreten. Für den letztjährigen Superfinalisten ist verlieren verboten!


NLB, Männer. Vier Minuten und vierzehn Sekunden trennten den UHC Grünenmatt vom vorzeitigen Ligaerhalt. Dann musste er nach einem bis dahin torlosen Schlussdrittel gegen Limmattal doch noch den 4:4-Ausgleich hinnehmen. In der zweiten Minute der Verlängerung trafen die Zürcher nach einem Abstimmungsfehler in der Emmentaler Abwehr zum Siegtreffer. Anstatt 3:0 steht es in der Playout-Serie nun noch 2:1 für den UHCG. Die nächste Chance, den Liga­erhalt zu sichern, bietet sich am Samstag in Urdorf.

19.03.2026 :: egs, Micha Strohl (msz)