Diese Stücke wurden in den riesigen Flammen des «Tongkama» gebrannt. / Bild: zvg
Lützelflüh:
Die Rauchwolken von den 16 Ster verfeuertem Holz über Heimenrütti, wo der «Tongkama»-Holzbrandofen steht, sind
längst verflogen. Was im Ofen zurückgeblieben ist, sind die Keramikprodukte aus Steinzeugton oder Porzellan. Der
koreanische Keramiker Seungho Yang brachte in den 80er-Jahren diese Technik des langsamen Brennens ins
Emmental. Neun Mitglieder der
Feuergemeinschaft zeigen ihre Kunstwerke nun in der Kulturmühle Lützelflüh. Der Ofen verursache viele «Fehler»
in den Keramiken und sei somit das Gegenstück zur gleichförmigen Produktion in herkömmlichen Brennöfen,
erklärten zwei der Künstlerinnen an der Vernissage. Staunend hörte man, dass der Ascheflug im Ofen gewünscht
sei. Die Asche setze sich auf der Oberfläche der Keramiken ab und sintere in der grossen Hitze zu einer
Glasur. Zu
besichtigen sind die unterschiedlichsten Schalen, Töpfe, Teekannen, Vasen, Kerzenständer und Fantasiegebilde.
Sie sind mit Hilfe einer Töpferscheibe oder mittels der «Kurinuki»-Technik, durch intuitives Aushöhlen und
Bearbeiten des Tonblocks, entstanden. Die Ausstellung ist jeweils am Wochenende, noch bis am 22. März, zu
sehen.