Eggiwil: Singen dürfen, nicht singen müssen. Der Jodlerklub Siehen setzte genau das an seinem Konzert um. Darüber hinaus wurde eine turbulente Kriminalkomödie zum Besten gegeben.
Das Motto «Muess wieder einisch jutze» aus dem Lied von Hans Schweingruber wurde vom Präsidenten Ueli Liechti korrigiert: «Wir dürfen für euch singen, wir müssen nicht. Singen soll Freude bereiten, also kann es kein Müssen sein.» Dies waren seine Begrüssungsworte. Erfreut teilte Liechti mit, dass der Jodlerklub Siehen einen weiteren Kameraden, nämlich Lorin Zürcher, neu als Vereinsmitglied aufnehmen durfte.
Die unter der Leitung des Dirigenten Fritz Zahnd einstudierten Lieder erzählten einerseits von Lebensfreude und Liebe, andererseits aber auch von Alltagssorgen und Zweifeln, also eigentlich von allem, was die Menschen so umtreibt. Das Publikum belohnte die Vorträge mit regem Applaus. Beim Naturjodel «Lenas Aigäglanz» von Urs Aufdermauer spürte man förmlich die Begeisterung, die im Jodlerklub Siehen vorherrscht. Dieser Vortrag kann mit gutem Gewissen als Höhepunkt des Konzerts bezeichnet werden. Umrahmt wurde das Programm vom Ländlertrio Chüeisgruess mit lüpfiger Akkordeonmusik und urchigen Schwyzerörgeliklängen.
Mitreissendes Schauspiel
Nach den Liedvorträgen führte die Theatergruppe des Jodlerklubs das Lustspiel «De Unkel Willlibald» auf. Aus einer fingierten Erbschaft entwickelt sich eine Geschichte um Betrug und Diebstahl mit oft unerwarteten Wendungen. Die Schauspielerinnen und Schauspieler verstanden es, durch die überzeugende Darstellung ihrer Rollen, das Publikum mitzureissen und zu spontanem Gelächter anzuregen. Mit einem kräftigen Applaus wurde auch die Theatergruppe für ihre Arbeit belohnt.